RGSS für Anfänger/Grundlagen

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RGSS für Anfänger Schwierigkeitsgrad Stern.pngSchwierigkeitsgrad Stern.png
Autor Ranmaru-kun
Thematik RGSS
Vorraussetzungen Programme: keine

Fähigkeiten: keine

Andere Teile

Grundlagen

Wie bereits oben erwähnt ist Ruby eine objektorientierte Sprache. Das heißt im Klartext, daß sie mit Objekten arbeitet -- dazu kommen wir aber später. Im Gegensatz zu Sprachen wie C/C#/C++ oder Java ist die Syntax von Ruby völlig anders. Das fand ich am Anfang etwas ekelig, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Alle C- und Java-Programmierer sollten sich vorweg mal eine Sache merken: keine Klammern bei Schleifen und Klassen -- auch wenn's schwerfällt. Wem das jetzt gar nichts gesagt hat, der kann getrost weiterlesen.

Fangen wir mit dem Basisskript für jede Programmiersprache an: Hello World! In Ruby sieht das ganze so aus:

p "Hello World!"

Das p steht für print und bedeutet eben, dass das, was dahintersteht, jetzt ausgegeben wird. Anstatt nur p kann auch auch print ausschreiben, aber wir Programmierer sind ja aus Prinzip faul und wollen immer hier und da Zeichen sparen, also belasse ich es bei der kurzen Version. Der Text in den Gänsefüßchen dahinter ist ein String, also eine Zeichenkette, und die wird ausgegeben. Sicher fällt jetzt einigen Leuten auf, daß gar kein Semicolon oder ein anderes Endzeichen zu sehen ist. Und das ist auch gewollt. Denn der Ruby-Compiler erkennt eine Zeile daran, daß sie eine Zeile ist. Also bei jedem Umbruch durch die Enter-Taste wird ein neues Befehl erkannt. Wer trotzdem Semicolons setzen will, darf das tun -- es gibt keine Fehler. Wenn man mehrere Befehle in eine Zeile packen will, dann ist es sogar notwendig, ein Semicolon zu verwenden.

p "Hello World!"; p "Hello World!"

Das würde zweimal "Hello World!" ausgeben.

Ebenfalls extrem wichtig: die Kommentarfunktion. Kommentare werden vom Compiler ignoriert und dienen dazu, daß der Programmierer sich Notizen im Code machen kann um bei langen Texten nicht den Überblick zu verlieren. Ein Kommentar wird in Ruby mit einer Raute (#) eingeleitet.

p "Hello World." 
# Das gibt "Hello World." aus. Cool, was?

Hier wird nur die erste Zeile vom Compiler beachtet. Kommentare können übrigens auch hinter einer Zeile stehen, das ist egal.

p "Hello World!" # Kommentare können auch hier stehen. :)

Auch das ist wieder die selbe Ausgabe.

Es gibt in Ruby noch eine Kommentarform, die allerdings nicht so bekannt ist: Den Blockkommentar. Er wird mit =begin eingeleitet und endet mit =end Dazwischen wird der Kommentar mit Sternen am Anfang kommentiert.

 =begin
 = Blockkommentar
 * Blockkommentere sind meist unhandlich und konnten sich nicht in der [[Ruby]] Welt durchsetzen.
 =end

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