Populäre Dateiformate/Audio

Aus Scientia
Version vom 17. April 2011, 13:53 Uhr von Alexis Hiemis (Diskussion | Beiträge)

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Midi

MIDI (musical instrument digital interface) ist ein Protokoll zur Verarbeitung von Musik. Diese Musikdaten können in MIDI-Dateien abgelegt werden und von einem MIDI-Sequenzer wieder als Musik abgespielt werden. Anders als bei Wave, MP3 oder ähnlichen Formaten wird nicht das analoge Signal, sondern die Noten selbst abgespeichert, sodass der Speicherbedarf der digitalen MIDI-Datei wesentlich geringer ist als bei analogen Formaten.

Vorteile

  • Wird von allen RPG-Maker-Versionen unterstützt
  • Geringer Speicherbedarf
  • Musik kann relativ einfach selbst mit entsprechenden Programmen erzeugt werden

Nachteile

  • Musik klingt selbst bei gut gesetzten Stücken künstlich
  • Klang ist vom benutzten MIDI-Sequenzer abhängig und klingt somit nicht auf allen Rechnern gleich
  • Die Legalität der meisten verfügbaren Mididateien ist hochgradig fraglich und bestenfalls in einer Grauzone

Da mittlerweile alle Versionen ab dem RPG Maker 2000 direkt oder durch Patches komprimierte Formate wie MP3, Ogg oder WMA unterstützen, gehen viele Spielehersteller dazu über, nur noch wenige MIDI-Dateien einzusetzen.

MP3

MP3 ist ein beliebtes proprietäres Format zur sinnvollen Kompression von Adiodaten. Es werden dabei spezielle Eigenarten des menschlichen Gehörs ausgenutzt, beispielsweise die mangelhafte Unterscheidung naheliegender Tonhöhen und das eingeschränklte Hörvermögen in bestimmten Frequenzbereichen. Je nach Kompressiongrad werden auch Sample- und Datenrate minimiert.

Vorteile

  • Gute Komprimierung verkleinert die abgespielten Stücke merklich ohne merkliche Qualitätseinbußen
  • Bessere Klangqualität
  • Instrumentierung unbeschränkt
  • Klang ist unabhängig vom Rechner

Nachteile

  • Größere Datenmengen als Midi
  • Zu stark komprimierte MP3 klingen blechern
  • Herstellung eigener Musikstücke ist komplizierter

OGG

Vorbis ist ein Codec zur Audiokompression, welcher im Rahmen des Ogg-Projektes als freie Alternative zum weit verbreiteten MP3 entwickelt wurde. Es unterstützt bis zu 255 Kanäle mit variabler Bitrate. Die zur Kodierung/Dekodierung benötigten Bibliotheken wurden im gegensatz zu MP3 und WMA unter BSD-artiger Lizenz veröffentlicht. Das heißt, sie sind "Open Source" und dürfen auch kommerziell und ohne Offenlegung der veränderten Quellen genutzt werden.

Die Vorteile und Nachteile entsprechen denen der MP3.

WAV

WAV ist ein Containerformat zur digitalen Speicherung von Audiodaten.

Vorteile

  • Beste Klangqualität
  • Ohne Codecs lesbar - Codecinstallation entfällt

Nachteile

  • Verschwendung von Speicherplatz für Frequenz bestandteile, die für dne Mensch nicht wahrnehmbar sind
  • große Datenmengen

WAVs sollten nur sparsam eingesetzt werden, wenn es nötig ist. Besteht die Möglichkeit, auf MP3 oder OGG auszuweichen, sollte diese unbedingt genutzt werden.

WMA

WMA ist ein proprietäres Audioformat, das verlustbehaftete Komprimierung ähnlich dem MP3-Format bietet. WMA-Dateien können durch DRM (digital rights management) geschützt sein, was bedeutet, dass eine Lizenzdatei zusätzlich auf den Rechner kopiert und die Datei nur bei Vorliegen dieser Lizenzdatei abspielt. Wegen der mangelnden Unterstützung finden sie in Makerspielen kaum Anwendung. Teilweise werden sie als dem MP3-Format unterlegen bezeichnet, diese Behauptung ist jedoch unbestätigt.