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MangaEngel

Schlitzohr

Motto: Vergeude keine Zeit mit Trauer, Wut und Hass, denn so verschwendest du wertvolle Sekunden deines Lebens.

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41

Dienstag, 13. September 2011, 13:49

Ich LIEBE diesen Spruch <3
"Die Jugend von heute"
So verallgemeinernd, so abwertend...und seit Jahrtausenden von Älteren immer für wahr befunden ;)

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
- Sokrates, 409 v.Chr. -

Mal im Ernst, war unsere Generation als Kinder denn KEIN Ärgernis?
Oder die unserer Eltern? Unserer Großeltern?
Meine Großeltern hatten, statt beim Kochen und Putzen zu helfen, sich heimlich immer ein paar Eier geklaut, die verkauft und davon ein Eis gekauft.
Meine Mutter hatte mal mit Absicht Schnaps ins Hühnerfutter gemacht und sich darüber amüsiert, die torkelnden Hühner zu sehen.
Ich hatte in einem kurzen Rock eine Diskonacht bis 2 Uhr mitgemacht.
Und die "neuen" Jugendlichen nutzen die Sonderangebote bei Alkohol aus, wo es sie doch schließlich gibt.

Keine Generation kann von sich behaupten, NICHT den Älteren wenigstens ein paar graue Haare verursacht zu haben.
Und jede Generation denkt, dass die Jugend ihrer Zeit die harmloseste und vorbildlichste Jugend war. Was schlicht nicht stimmt.
Die Menge an Raucher unter 20 nimmt seit zwei Jahren ab (ich glaub, derzeit 18% weniger als letztes Jahr), es betrinken sich weniger, auch die Übergriffe werden weniger.
Das einzige Manko, das bleibt, ist: Die, die es immer noch tun, tun es zu extrem. Heißt, die paar, die sich betrinken, die übertreiben es und landen wirklich im Krankenhaus.
Weiterhin sind nicht alle Jugendlichen die "obercoolen Kiddies" mit lauter Handymusik und Füßen auf den Sitzbänken.
Ich weiß das, ich bin seit 2 Jahren Befragerin in Bussen und Bahnen. In einer ganzen Woche (wo ich von 4 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts Dienste habe) treff ich vielleicht höchstens vier solcher Personen. Der Großteil macht es schlicht wie die Erwachsenen: Stöpsel ins Ohr und Kopf ausschalten. Mir fällt sogar auf, dass gerade die Leute unter 17 sehr nett und zuvorkommend sind. Problematisch sehe ich die Leute um die 20, die für mich schon nicht mehr als Jugend durchgehen.
Studenten, die bei der fünften Einführungsfeier sich die Birne wegsaufen. Auszubildende, die sich über einfache Arbeiten aufregen und sich wundern, dass man ihnen bei ihrer Schludrigkeit logischerweise nicht mehr zutraut. Und Zivis, die beim Shisha-Abend damit angeben, wieviele Weiber sie schon hatten.
Da kommt mir "Die Jugend von heute" wie ein niedliches Katzenbaby gegen vor :rolleyes:

Und wie gesagt: Jede "Jugend von heute", egal, wann das heute war, hatte ihre Macken. Mobbing, Alkohol, Sex und Wettkampf der sozialen Schichten gabs schließlich schon in der Antike ;)
Die einzige Jugend, die sich rühmen kann, fast völlig anständig gewesen zu sein, ist die aus der direkten Nachkriegszeit. Beim Steine schleppen und Häuser wiederaufbauen gabs nunmal keine Zeit für sowas.

42

Sonntag, 18. September 2011, 23:02

Köstlich wenn ein 16/17 Jähriger einen Thread aufmacht mit dem Titel "die Jugend von Heute". ;)

Ich sehe in dem Bericht nicht viel schockierendes, die Jugend war schon immer darauf aus die älteren zu provozieren und gegen das bestehende Wertesystem zu rebellieren. Dann kommt noch dazu das unser System die verdummung fördert und züchtet. Es beginnt dabei das sich die Leute über die heutige Jugend empören, während man wegsieht was die erwachsenen so treiben. Oder das man auf den Griechen rumhackt wegen ihren Staatsschulden anstatt zu erkennen das die EU gerade dabei ist diese Länder in den Tod zu treiben um mit den Rettungsschirmen aus Steuergeldern die Banken zu retten denen Griechenland und Co. die Kredite schuldig sind. Die Deutsche Bank und die Commerzbank müssten Ziele der Wut sein, nicht Griechenland.

Oder wie es Schramm sagt: Georg Schramm - Volksverblödung
- YouTube


Sich drüber wundern das die Jungen bereits trinken aber sich nicht wundern das Alkohol Werbung im Fernsehen erlaubt ist. Man darf sich auch fragen warum eine leichte Droge wie Hanf verboten wird, im Endeffekt profitiert davon doch nur der Dealer. Dabei lägen die Vorteile auf der Hand, wenn der Kiffer nicht zum Dealer rennen muss für Hanf dann ist die Chance viel kleiner das er beim selben Dealer auch härtere Drogen bezieht bzw. überhaupt einmal zum Dealer rennt. Dann gäbe es auch weniger die Drogen konsumieren, aber eigentlich haben die ja auch Vorteile, schliesslich werden dann Stellen frei im Arbeitsmarkt. An der REHA verdient sich die Pharmaindustrie dumm und dämlich und wenn er früher stirbt hat man Rente und sonstige Ausgaben gesparrt.

Auf jedenfall - das die Jugend provoziert war schon immer so. Das sie extremer sind als die letzte Generation sollte man vermutlich anderen zulasten. Zum Beispiel zum Call of Duty spielen, wobei ich mit 12 auch noch egoshooter gespielt habe, mit 16, also sobald ich gedurft hätte, hatte ich keinen Lust mehr auf Ego Shooter.
Sehen wir uns mal die Werbung an:
Your Mom Hates Dead Space 2
- YouTube

So, welchen über 18 Jährigen spricht eine solche Werbung an? Ich meine, die meisten über 18 Jährigen haben wohl mehr als genug getan was sie ihrer Mutter nicht unter die Nase halten würden also ist die Zielgruppe wohl eher auf 12 Jährige ausgerichtet. Für ein Spiel ab 18. Und da fragt sich irgendjemand noch warum 12 Jährige COD spielen?

Aber eben, jeder Mensch hat seine Fehler. Der eine schottet sich Sozial ab und pflegt Kontakte hauptsächlich übers Internet und der andere hat zwar keine Probleme mit sozialen Kontakten macht aber auch bei jedem Kack mit. Etc. Bitte dabei nicht vergessen das dass auch Menschen sind mit Zielvorstellungen und Gefühlen etc. und das sie, wie die meisten Menschen, sich nicht unbedingt so geben wie sie sind sondern so wie sie denken das die Mehrheit es von ihnen erwartet.

@ MangaEngel
Die Nachkriegsjugend? Die Burschen frisch aus der Hitler Jugend die vielleicht noch am Ende mit der Waffe den Führer verteidigt haben?
Ansonsten absolute Zustimmung.

$hii

Rekrut

Motto: My Pace de ikimashou ♥

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43

Sonntag, 18. September 2011, 23:53

Ich finds ehrlich gesagt etwas krass wie sich hier einige über die Jugend auskotzen.
Ernsthaft wie alt seid ihr, dass ihr soetwas beurteilen könnt und überhaupt müsst ?

Zitat

Gestern in der Bahn hat mir eine 10-12(?) Jährige fast auf den Rucksack gekotzt -.-"
Hab sofort gerochen das da Alkohol im Spiel war...Nicht normal sowas. (Das war ne Schulklasse die zur Expo wollten)
Erstmal würde ich gerne wissen woher du ihr Alter kennst. Grade bei Mädchen gibts da krasse Unterschiede, ich pfeife fast jedes Wochenende jugendspieltage im Handball, heuter erst wieder C-Jugend ==> Größtenteils Geburtsjahr 98. Einige sahen weitaus jünger aus, auch was das Wachstum betrifft. Andere sind fast so groß wie ich und wenn ich nich ihre Pässe checken würde würde ich dennen nich glauben, dass die erst 12 oder 13 sind. Manche gehen wirklich als 16 durch.


Weiter im Text :

Zitat

Ich weiß ja nicht, ob ich noch in dein Altersschema der Jugendlichen falle, denn ich werde in wenigen Tagen gerade einmal 16 :D,
aber ich trinke weder Alkohol, ja ich finde es sogar abstoßend, Leuten zuzusehen, wie sie betrunken, nichtswissen, was um sie herum vorgeht, in ihrer eigenen Kotze liegen
Zunächstmal darfst du noch garkeinen Alkohol trinken. Rein rechtlich nicht. Desweiteren : Du übertreibst... denkst du wirklich, dass jeder der Alk trinkt sofort sturzbesoffen kotzen geht?
Nur weil ich abends neben dem Maker oder beim LoL zoggn mitm Kumpl ein,zwei Bier trinke bin ich ein schlechter Jugendlicher der sich abfüllt und kotzt?

Zitat

Klar, auch bei uns in der Gegend ist Alkohol / Zigaretten / Shisha / Mainstream-Musik cool
Was definierst du bitte als "Mainstream" Musik ? Charts ? Oder Hip-Hop/Deutsch Rap um gleich mal weiter in die klischee ecke zu schießen? Oder einfach das, was du nicht hörst?
Und was ist das hier eigentlich immer mit dem "cool" ? Die Zahl der Raucher geht zurück, die Leute aus deinem Alterbereich sollten nochnichtmal an Alk kommen und Shisha ist eben ein Jugendtrend, ich hab auch eine.

Zitat

PS: Neuer Punkt: Mir ist in den letzten Jahren so ein Trend aufgefallen, Atheistisch zu sein. Ich spreche hier aus nächster Nähe, da ich ja mit solchen Fällen zum Beispiel in der Klasse leben muss. Und mir ist aufgefallen, dass es neuerdings cool ist, seine Religion zu verleugnen, beziehungsweise Atheist zu werden.
Gläubig sein ist also uncool. (Ich bin btw ein recht gläubiger Evangelist)
Ich versteh wirklich nicht was du mit deinem "cool" hast ...
Ich bin Atheist. Aus gutem Grunde.

Zitat

seine Religion zu verleugnen
Das nennt man nicht verleugnen sondern Glaubensfreiheit. Jeder darf das Glauben woran er will, du an dein per Definitionem nicht beweisbares Wesen, ich eben nicht. Macht mich das automatisch zu einem schlechteren Mensch ? Und um nochmal Benzin ins Feuer zu gießen : Laut Shell Studie nimmt die Zahl der gläubigen Jugendlichen immer weiter ab, was meine Theorie weiter erhärtet, dass Religionen in den nächsten 500 Jahren evolutionär aussterben werden... Auch Gott stirbt, wenn niemand mehr an ihn glaubt, ebenso wie der Weihnachtsmann.

Und zum Thema Mobbing : Mobbing bei uns an der Schule ? Vllt bis Ende der Mittelstufe. Danach absolut nichts mehr. Sicherlich gabs hier und da mal bissle was, aber das kann man nicht Mobbing nennen. Wir hatten eben unter anderem ne "Party-Fraktion", die wie schon erwähnt gerne mal bissle viel trinkt ? und?
Einer davon war Oberstufensprecher und hat ziemlich gute Arbeit geleistet. Eine davon studiert bald Medizin weil sie ein verdammt gutes Abi hat und auch ziemlich viel Arbeit reimgesteckt hat. Trotzdem hab ich mit dennen zusammen in Bulgarien die Sau rausgelassen und gefeiert bis zum gehtnichmehr. Und es sind alles wirklich nette Menschen.

Was ich dazu nurnoch sagen kann : Die Jugend von heute ist nicht so schlecht wie es einige hier behaupten. Und nein, weder wir noch unsere Eltern waren iwie besser. MangaEngel hat das schon wunderbar ausgedrückt, ihr Post gefällt mir im Thread am besten.

So far

der alkoholtrinkende-shisharauchende-mobbende Jugendliche $hii
Sarah Fanboy ♥

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Umsatzschleuder

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44

Montag, 19. September 2011, 01:24

Hi.

Meine größte Jugendsünde war es, eine alte Holzüberdachung einer Bushaltestelle zu zerstören... stark alkoholisiert, dank meiner Anwältin bin ich ohne Vorstrafe davongekommen und musste nur 30 statt 80 Sozialstunden abarbeiten. Während meiner Rebellen-Zeit habe ich mit "Freunden" in der Öffentlichkeit laute Musik gehört, getrunken und Shisha geraucht ( Zigaretten schmecken mir nicht, ich hab's oft genug probiert).
Mit 17 bin ich ( ohne meiner Mutter bescheid zu sagen) 'mal das ein oder andere Wochenende mit meinem besten Freund mehrere hundert Kilometer von zuhause weggefahren um nach guten Skatespots zu suchen und haben teilweise auch unter Brücken geschlafen, weil ich kaum Geld hatte und weit weg von zuhause war.

Und jetzt macht meine kleine Schwester ähnliche Erfahrungen. Gut... ich hoffe natürlich, dass sie aus meinen Fehlern mit Alkohol und Zerstörungswut gelernt hat und selbst keine mehr machen wird.
Zwar denke ich mir als großer Bruder oft genug "Wie blöd ist die eigentlich?!", jedoch muss ich dann auch an meine Jugend ( die ja nicht all zu lange her ist ) denken, wenn sie einmal besoffen im Gestrüpp landet und erst am nächsten Morgen schmerzhaft erfährt, dass es Brennesseln waren.

--- evtl. offtopic:
Die "Jugend von Heute" geht mir momentan eher weniger auf den Zeiger. Vielmehr sind es die jungen Erwachsenen im Partyrausch. Oder Gäste( allen Altersstufen), die sich im Restaurant ( ich verdiene in der Gastro meine Brötchen) nicht benehmen können... Was die Menschen zuhause oder auf der Straße machen, ist mir mehr oder weniger gleichgültig, doch wenn man ZU GAST ist, sollte man schon ein gewisses Maß an Anstand aufweisen können. Meiner Meinung nach.

Grüße
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    Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss. - Marie Curie, 07.11.1867 - 04.07.1934
    poln.-frz. Chemikerin, Physikerin und zweimalige Nobelpreisträgerin (Physik und Chemie)
    :arbeit.arbeit:

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45

Montag, 19. September 2011, 23:27

Das mit dem Glauben finde ich auch durchaus interessant. Es ist nicht im Trend atheistisch zu werden, jedoch ist es normal das in reicheren Länder mit hohem Bildungsstandard weniger Leute gläubig sind, einige sind zwar noch bei der Kirche eingeschrieben aber in die Kirche gehen oder an das zu glauben ist nicht mehr normal. Schliesslich ist es schwer an ein Buch zu glauben das lange nach dem Tod des letzten Jüngers umgeschrieben wurde und auf die blutigste Art und Weise allen Europäern aufgezwungen wurde. Und das gerade ein Buch das zu Frieden aufruft immer wieder für Morde und Kriege missbraucht wird zeigt doch was die gläubigen Christen von ihrem Glauben halten.

Achja, der gläubige Evangelist sollte vielleicht auch einmal die Bibel lesen und lernen was darin steht. Du sollst auch den Muslim und den Atheisten lieben, schliesslich sind das auch deine Nächsten. Danke.

46

Dienstag, 20. September 2011, 10:03

Zitat

Achja, der gläubige Evangelist sollte vielleicht auch einmal die Bibel lesen und lernen was darin steht. Du sollst auch den Muslim und den Atheisten lieben, schliesslich sind das auch deine Nächsten. Danke.


Und was bringt dich zu der Einstellung, dass der Evangelikale (das ist die richtige Bezeichnung) das nicht gemacht hat? Ich habe einen Atheist geheiratet und glaube nicht, dass er in die Hölle kommt. Und warum ist es eigentlich böse, alle Muslimen mit Vorurteilen zu begegnen, aber für dich anscheinend völlig okay, christliche Religionsanhänger alle in einen Topf zu stecken und als ausländer- und atheistenfeindliche Heuchler hinzustellen? Fass dir an die eigene Nase.

Übrigens hat jede große Religion ihre Glaubenskriege hinter sich. Jede. Und während die Deutschen sich langsam dagegen wehren, immer nur als Nazis bezeichnet zu werden, ist die Kirche vom Image der bösen Kreuzfahrer nie wieder weg gekommen, obwohl all das noch viel länger zurückliegt als de Zeit des dritten Reiches. Andere Maßstäbe, sag ich da nur. Wenn es einen selbst nicht betrifft, kann man die bösen Erinnerungen einfach mit viel mehr Genuß weiter aufrecht erhalten, selbst wenn die, die das Unheil anrichteten, schon alle tot sind.

Edit: Im übrigen hat die Zugehörigkeit zu Kirchen zwar abgenommen (was ich verstehen kann, da das doch ein ziemlich trister und krampfiger Haufen sein kann, wenn auch ungewollt), aber die Orientierung an Werten wie Freundschaft, Partnerschaft, Treue hat soweit ich weiß bei den Jugendlichen wieder zugenommen. Noch ein Indiz gegen die "verdorbene Jugend".

Edit Gjorsch Bleibt bitte beim Thema, was zugegebenermaßen bei diesem Thema nicht ganz einfach ist, aber dennoch einzuhalten ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gjorsch« (20. September 2011, 10:03)


47

Samstag, 8. Oktober 2011, 20:57

Ich finde es immerwieder erschreckend, wenn ich sehe/höre, worüber sich so 10-13jährige Kinder unterhalten. Kürzlich habe ich ein Gespräch zweier Kinder mibekommen. Sie waren vermutlich 11. Beide haben damit angegeben, wer die meisten aloholischen Getränke schon gatrunken hat er schon die meisten Zigaretten am Tag geraucht hat. Als ich in diesem Alter war, haben wir damit angegeben, wer die meisten Legosteine besitzt (oder so ähnlich^^). Wenn ich jetzt mal so ein paar von den , mit legosteinen angebenen, Leuten jetzt auf der Straße sehe, will ich nicht wissen, was mit den (mit Zigaretten angebenen) Kindern in 3 Jahren passiert.

MfG MasterHen

48

Sonntag, 18. Dezember 2011, 15:09

Oje oje das kenn ich aber auch.

Bin zwar auch erst 18 aber wenn ich sehe wie sich hier noch
manche 20 jährigen verhalten dann Platzt mir der Kragen.

Aber ich glaube wenn einmal die Welle der Dumhheit ausgebrochen
ist kann man dagegen leider nichts mehr machen.

Stadtkinder sind aber trotzdem immernoch das schlimmste, Kinder die auf dem Dorf
auchwachsen sind haben hingegen wenigstgens noch etwas mehr respekt.

49

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 19:27

Naja... Kreater: Das kannst du so nicht sagen. Meiner Meinung nach soll und darf man eigentlich keinen verallgemeinern. Ebenso wenig kannst du sagen, dass alle Dorfkinder wohl erzogen sind. Es gint sowohl "nette" Dorfkinder, als auch "nette" Stadtkinder. Und dumm würde ich ihr Verhalten nicht bezeichnen. Respektlos und Unhöflich wären passendere Attribute.

Yenzear

Rekrut

Motto: leben und leben lassen

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50

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 17:58

Naja den Kindern fehlt es im Schnitt eigentlich an Elterlicher Strenge, wenn
die mit 13 schon mit paffen und saufen anfangen.
Ich durfte erst ab 16 mal etwas Bier trinken und das war es dann aber auch schon.
Ich würde mal sagen, viele Eltern sind mehr mit sich und ihrem eigenen Leben beschäftigt als mit ihren Kindern.
Sie hängen vorm Computer und zocken WoW oder was weiß ich was anstatt mit den Kindern zu Spielen/für die Schule zu lernen.
Chatten lieber mit ihren sogenannten Freunden, die sie persönlich überhaupt nicht kennen, anstatt sich mit ihren Kindern zu unterhalten, mit ihnen über
die Schule zu reden oder was sie sonst so machen. Ich wette, viele klären ihre Kinder nichteinmal auf, sondern verlassen sich darauf, dass das die Schule oder
andere ältere Kinder machen. Es gibt durchaus auch Eltern, die verantwortung übernehmen und bei denen die Kinder mit ganz vorne stehen, aber einige meinen
wohl Kinder sind wie so ne Art Tamagotschi, was man weglegt, wenn es langweilig wird. Und bei solchen Eltern werden die Kinder dann so
dass sie anfangen Drogen zu konsumieren oder sich Prügeln und solche Kinder ziehen auch die in ihrer Umgebung runter
so dass auch andere Kinder trotz guter elterlicher Erziehung zu misratenen Bälgern werden, da die Eltern ja nicht auch noch in der Schule mit aufpassen können
und auf den Pausenhöfen sehen die Lehrer längst nicht alles.
Die Fehler leigen aber nicht nur bei den Eltern. Oft sind Einflüsse aus der Werbung oder Internet mit Schuld an der geselschaftlichen verohung der Jungend
da Sex und Gewalt allgegenwärtig sind und für viele Kinder, die ihre Freizeit am Computer verbringen schnell zum Alltag werden.
Ich stehe zu meiner Meinung, akzeptiere aber auch die Meinung anderer.
Du auch?

Motto: Jede Geschichte hat mindestens zwei Seiten

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51

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 21:49

So, jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu:

Natürlich gibt es unzählige Faktoren, welche das Verhalten vieler Jugendliche negativ beeinflussen. Die bedeutsamsten sind hier in meinen Augen ein Mangel an Disziplin", wie es bereits mit der "möglichst kompromisslosen Freiheit" angesprochen wurde & die Nachlässigkeit der Eltern. Es mangelt eindeutig an Grenzen & manche werden oft genug soweit ausgeweitet, dass es am Ende doch nur bei dem Wink mit dem Zeigefinger bleibt. Natürlich kann man dies nicht als "Problemformel" betrachten, doch tue ich mich auch etwas schwer damit, alleine den Staat dafür verantwortlich zu machen.

Im Endeffekt glaube ich daran, dass die Menschen nur mehr Ziele & Träume bräuchten, damit sie ihr Leben als lebenswerter erachten & auch verantwortungsvoller verbringen.


Zum Thema Jugendkriminalität:
Was ich persönlich nicht verstehen kann, ist die Rechtslage (womit ich wohl nicht alleine da stehe). Natürlich spreche ich jetzt nur von ein paar Extrembeispielen, doch wieso kommt eine Gruppe von 14-jährigen ohne größere Konsequenzen davon, wenn sie einen Rentner überfallen & fast zu Tode prügeln? (Dieses Beispiel bezieht sich auf einen Vorfall, welcher sich vor ein paar Jahren in meiner Umgebung? ereignete.)

Aus eigenen Erfahrungen kann ich insofern sprechen, da ich bereits zweimal an eine örtliche "Jugendgruppe" geriet, (Alter der Gruppe: damals ca. 16-17), welche im alkoholisierten Zustand einen Heidenspaß daran hatte, einzelne Passanten anzupöbeln, zu Umkreisen oder in einem Fall sogar Flaschen an einer Wand neben ihnen zu zerschlagen/ nach ihnen zu werfen... Nach diesen Erlebnis ging ich zur Polizei, um zum einen Anzeige zu erstatten (da es schon in die Bereiche Strangulieren & am Boden liegend, nachtreten ging) & um mich zu informieren, wie es eigentlich mit der Rechtslage ausschaut, was die Notwehr betrifft.
Mag sein, dass ich an einen etwas bequemeren Beamten geriet, doch meinte dieser, ich solle stets die Flucht ergreifen, bei einem Überfall kein Risiko eingehen & alle Wertsachen abtreten... Wenn mir die "Hüter des Gesetzes" schon vorschlagen, dass ich meinen Angreifern den Rücken zukehren soll, um jegliche Deckung aufzugeben & meine Wertsachen ohne weiteres den Besitzer wechseln "sollten"... Wo bleibt man da letzt endlich als betroffener Bürger?
Ich muss ehrlich sagen, dass es mir zumindest bei dieser Gruppe an Nachsicht mangelt & ich der Ansicht bin, dass man durchaus etwas aus sich machen könnte, "egal" unter welchen Umständen man aufgewachsen ist. Ein starker Wille wird viel zu oft unterschätzt.
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52

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 22:38

Zitat

Naja den Kindern fehlt es im Schnitt eigentlich an Elterlicher Strenge, wenn
die mit 13 schon mit paffen und saufen anfangen.


Ich durfte mit 14 auch schon Alkohol in kleinen Mengen trinken, und ich kann nicht behaupten, dass aus mir eine verrohte alkoholsüchtige Schlampe geworden wäre. Es ist eher die Frage, welche Werte man von seinen Eltern und Freunden vermittelt bekommt und welches GEsamtbild das ergibt. Meine Eltern fanden Alkoholkonsum nicht schlimm,a ber auch nicht wichtig oder gaben irgendwie mit Saufgeschichten an. Genausowenig meine Freunde. Daraus hat sich ein relativ gesundes Verhältnis zu Rauschmitteln ergeben.

Zitat

Chatten lieber mit ihren sogenannten Freunden, die sie persönlich überhaupt nicht kennen, anstatt sich mit ihren Kindern zu unterhalten, mit ihnen über
die Schule zu reden oder was sie sonst so machen.

Na super dass du entscheiden kannst, was "richtige Freunde" sind und was Leute sind "die man nicht so richtig kennt". Wen man als Freund betrachtet und wen nur als Bekanntschaft, entscheidet immer noch die Person selbst, und nicht deine Nase, die irgendwo eine Linie zieht. Und wer sagt, dass Leute, die Internetfreunde haben, sich autmatisch nicht mit ihren Kindern beschäftigen? Lass mal die Klischees schon in der Hütte.

Zitat

Wenn mir die "Hüter des Gesetzes" schon vorschlagen, dass ich meinen Angreifern den Rücken zukehren soll, um jegliche Deckung aufzugeben & meine Wertsachen ohne weiteres den Besitzer wechseln "sollten"... Wo bleibt man da letzt endlich als betroffener Bürger?


Natürlich schlägt dir der Polizeibeamte bei der eben geschilderten Lage vor, dich zurückzuziehen. Soll er dir etwa raten, dich allein mit einer größeren Gruppe Jugendlicher anzulegen? Tut mir Leid, aber das fände ich in jedem Fall eine ziemliche Dummheit. Du beharrst doch auch nicht darauf dass du Vorfahrt hattest wenn du als Motorrad von einem Laster um die Vorfahrt betrogen wirst, weil du sonst überfahren wirst. Oder wenn ein Steinschlag wäre, dann würdets du auch nicht stehen bleiben und darauf beharren, dass der Steinschlag da nicht niederzugehen hat.
Gegenprügeln ist keine Lösung. Es wird immer und überall alkoholisierte Jungs geben denen das Testosteron überkocht. Die gab es auch schon immer. Und natürlich fühlen die sich in der Gruppe stark und haben Lust sich gegen alles und jeden zu behaupten. Wenn sie jemand ernsthaft angreifen, muss man einschreiten und sich Hilfe und am besten die Polizei holen, aber wenn sie nur rumlaufen und pöbeln, dann tun sie damit im grunde niemand weh.

Zitat

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir zumindest bei dieser Gruppe an Nachsicht mangelt & ich der Ansicht bin, dass man durchaus etwas aus sich machen könnte, "egal" unter welchen Umständen man aufgewachsen ist.


Ich verstehe nicht, was du da "machen" willst. Prophylaktisch einsperren?

Nochmal zu den Kindern:
Ich glaube nicht, dass solche Problemfälle vor allem von vernachlässigung kommen. Die meisten Eltern sind eigentlich redlich bemüht um ihre Kinder, aber es wird einem von allen Seiten etwas anderes hereingetrötet. Die einen meinen man soltle ja das Kind nicht einschränken, und mit einem weinenden Kind an der Hand wird man teilweise shcon als krimineller Kinderschänder betrachtet von manchen Leuten (weil alle auch sensibilisiert sind für "Gewalt gegen Kinder", selbst bis zum Absurden hin), andere wiederum meinen, man sollte mit ganzer Härte vorgehen und den "bälgern" ja keine Zugeständnisse machen. Wem sollen es die verunsicherten Eltern denn Recht machen? Dazu kommt der enorme Druck auf Eltern, da Kinder in Deutschland etwas besonderes sind, da die Geburtenzahlen ja abnehmen. Also muss, wenn dann schon ein kind kommt, das natürlich etwas besonderes werrden, nach besten Möglichkeiten gefördert und ja nicht in seiner kreativen Entwicklung eingeschränkt werden. Und schwupp, schon hat man den Salat. Man versucht, dem Kind alles offen zu halten, es selbst bestimmen zu lassen, und plötzlich wendet sich das gegen einen, weil das Kind seine Freiheit nutzt und sich zu einem Egozentriker entwickelt.

Ich empfehle dieses Buch: Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit: Michael Winterhoff: 9783579069807: Bücher
Der Autor hat meiner Meinung nach einige interessante Einsichten zu diesen Erziehungsfragen und spart auch nicht mit Verständnis für die Eltern.

Motto: Jede Geschichte hat mindestens zwei Seiten

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53

Freitag, 23. Dezember 2011, 03:29

Zitat

Natürlich schlägt dir der Polizeibeamte bei der eben geschilderten Lage
vor, dich zurückzuziehen. Soll er dir etwa raten, dich allein mit einer
größeren Gruppe Jugendlicher anzulegen? Tut mir Leid, aber das fände ich
in jedem Fall eine ziemliche Dummheit.

Zitat

Wenn sie jemand ernsthaft angreifen, muss man einschreiten und sich
Hilfe und am besten die Polizei holen, aber wenn sie nur rumlaufen und
pöbeln, dann tun sie damit im grunde niemand weh.

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob es dümmer ist, seine Angreifer im Auge zu behalten & möglicherweise die Angriffslust zu nehmen oder ihnen den Rücken zu kehren und eine offene Angriffsfläche für ihre Aggressionen zu bieten. (Zur Situation: Es war Nacht und es gab keine anderen Passanten in der Nähe, welche "Deckung" oder "Unterstützung" hätten geben können.)

Und zu der Hilfe: Diese erfolgte ja nicht, es ist also nicht so, dass ich es nicht bereits auf diesem Wege versucht hätte...

Solange es nur beim "rumalbern" bleibt, ist es mir relativ egal. Wenn man nun auf den Begriff Toleranz zu sprechen kommen mag, so sollte diese von beide Seiten erfolgen.

Zitat

Du beharrst doch auch nicht darauf dass du Vorfahrt hattest wenn du als
Motorrad von einem Laster um die Vorfahrt betrogen wirst, weil du sonst
überfahren wirst. Oder wenn ein Steinschlag wäre, dann würdets du auch
nicht stehen bleiben und darauf beharren, dass der Steinschlag da nicht
niederzugehen hat.
Mit diesen Beispielen kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da es hier um die körperliche Unversehrheit und den Schutz des Eigentums geht, nicht um Fragen des Stolzes/Egos. Ich kann nicht glauben, dass mir dieser Beamte wahrmachen wollte, dass er nichts unternehmen könne & ich mich stets völlig defensiv verhalten sollte. Mir stellt sich dann die Frage, ob man so dieses Verhalten nicht auch noch unterstützt & sich in eine "Opferrolle" begibt.

Zitat

Ich verstehe nicht, was du da "machen" willst. Prophylaktisch einsperren?
Vielleicht hast Du meinen Satz falsch aufgefasst. Ich meinte damit, dass jeder etwas aus sich machen kann, auch wenn er eine miese Vergangenheit hatte. Man hat in meinen Augen stets die Wahl, ob man sich dem beugt, was einem angetan wurde (z.B Mobbing) oder in Zukunft dafür Sorge trägt, dass dies nicht mehr vorkommt.
Von Wegschließen, nach dem Motto; "Aus den Augen, aus dem Sinn" war in keinster Weise die Rede.

Aber die andere Frage, was man denn machen solle ist wirklich wichtig.
Ich würde vorschlagen, dass man bei solchen Jugendlichen den Freundes-/Bekanntenkreis durchleuchtet und sich mal anhört, was die Jugendlichen überhaut beschäftigt/interessiert. Oftmals ist es eben die Perspektivenlosigkeit oder die hohe Erwartungshaltung & der damit verbundene Druck, welche manche in solche "Phasen" treibt.



Was die Eltern betrifft, so stimme ich Dir zu, dass sie es alles andere als leicht haben, doch zumindest bis zur Einschulung sollten sie noch recht viel Einfluß darauf nehmen können, wie sich ihr Kind entwickelt, da sie noch vorgeben können, wie lange der Fernseher in Betrieb genommen wird, wie sich das soziale Verhalten gestaltet (beispielsweise das Miteinander innerhalb der Familie) & ob man konsequent ist, viel Spielraum lässt oder einen Mittelweg nimmt. Danach wird es zunehmend schwieriger, da die Klassenkameraden und langfristige Freundschaften an Wert gewinnen & vieles durch Mitschüler aufgeschnappt werden kann. Ich beglückwünsche diejenigen, welche sich umfassende Gedanken über das Thema gemacht haben, jedoch nicht zu sensibel auf jede neue Erziehungstheorie reagieren, sondern eigenes (& durchdachtes) Gedankengut zum Tragen bringen.
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sorata

Champion

Motto: Eines Tages werden auch Schildkröten fliegen, jawohl! Und wenn es nur wie bei Gamera ist! °^°

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54

Freitag, 23. Dezember 2011, 11:18

Mit diesen Beispielen kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da es hier um die körperliche Unversehrheit und den Schutz des Eigentums geht, nicht um Fragen des Stolzes/Egos. Ich kann nicht glauben, dass mir dieser Beamte wahrmachen wollte, dass er nichts unternehmen könne & ich mich stets völlig defensiv verhalten sollte. Mir stellt sich dann die Frage, ob man so dieses Verhalten nicht auch noch unterstützt & sich in eine "Opferrolle" begibt.

Ja, Stolz und Ego bringen dir dann auch reichlich viel, wenn du zum Krüppel geschlagen wurdest, weil du ja unbedingt die Gruppe pöbelnder Jugendliche zurückpöbeln musstest...
Es hängt natürlich von der Situation ab, aber wenn nicht gerade jemanden anderes Leben in Gefahr ist, ist der Vorschlag der Defensive eindeutig vorzuziehen.
Ego und Stolz sind mehr als vernachlässigbar, wenn es um die Frage geht, ob du halbwegs unverletzt oder sehr schwer verletzt aus der Geschichte herausgehen kannst.
Aber - wie gesagt - hängt auch von der Situation ab.


Zitat

Was die Eltern betrifft, so stimme ich Dir zu, dass sie es alles andere als leicht haben, doch zumindest bis zur Einschulung sollten sie noch recht viel Einfluß darauf nehmen können, wie sich ihr Kind entwickelt

Und gerade in der Phase werden viele Eltern mit Erwartungshaltungen erschlagen. Frühförderung und dieser ganze Mumpitz.
Außerdem haben viele Eltern von "Problemkindern" es selber bei sich auch gar nicht anders erlebt, warum sollten sie dann plötzlich neue Wege einschlagen (können)?
Das alles ist wirklich leichter gesagt, als getan, wenn permanent ein gesellschaftlicher Druck, der durch die Medien ja noch angefacht wird, herrscht.
Kannst du es frischen Eltern verübeln, wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, weil zig verschiedene Meinungen und Aussagen auf sie einprasseln? Das erfordert schon einiges an Aufwand, und dem richtigen familiären Umfeld. Wenn deine Eltern oder deine Geschwister Erzieher sind, dann können die dir ja weitergehende Tipps geben.
Aber was machst du, wenn da nichts ist? Auf die Supernanny vertrauen? Oder doch erstmal Riesenbücher lesen oder auf die vernachlässige, alkohilisierte Verwandschaft hören?
Respekt, wenn da überhaupt einer ein Konzept für sich ausmachen kann.

Zitat

Danach wird es zunehmend schwieriger, da die Klassenkameraden und langfristige Freundschaften an Wert gewinnen & vieles durch Mitschüler aufgeschnappt werden kann.

Und was ist generell daran schlimm? ^^;
Ein Kind ist kein kleines "Mini-Me's", das unbedingt so werden muss, wie seine Erzeuger. Es soll und muss sich schon selber entwickeln können, aber halt unter klaren, fairen und nachvollziehbaren Regeln. Dafür muss man sich eben auch teilweise mit dem beschäftigen, was es für Dinge gibt, die mein Kind interessieren könnten etc.
Was viele immer unterschätzen: In den ersten Lebensjahren sind Mama und Papa prinzipiell erstmal "Gott" für dich. Was sie sagen, muss richtig sein und dein Verhalten wird auch durch ihre Reaktionen geprägt. Deswegen wird alles mögliche ausgetestet und sich die Reaktionen darauf gemerkt. Im späteren Umgang mit anderen Kindern wird das dann auch weiter betrieben, nach dem Motto "Mal sehen, wie sie auf den Spruch von meinem Kumpel reagieren." Und hier ist eben auch wichtig: Verbietet man dem Kind generell alles, weil man Angst hat oder nimmt man sich z.B. anfangs die Zeit und macht zusammen mit dem Kind was? Reagiert man auf seine Ausprobierereien oder ignoriert man sie?
MMn muss man das Kind halt einfach mehr anleiten, als es strikt nach den eigenen Vorstellungen formen zu wollen. Eine rebellische Ader kann sich dann immer noch entwickeln (das ist wohl unvermeidlich), aber die Grundeinstellung zu den Eltern wird so mMn durchaus positiv bleiben. "Die sind für mich da, wenn ich sie brauche, auch ohne ein Wort zu sagen, sie rücken mir aber nicht auf die Pelle, wenn ich es nicht will und sperren mich mit ihrer Sorge und Liebe nicht ein. Deswegen werde ich schon meinen Eltern zuliebe gesetzte Grenzen nicht überschreiten wollen."
Wenn aber natürlich "Mir wird alles erlaubt und es kümmert eh keinen, was ich mache!" bei den Kindern vorherrscht, können fast nur alkoholisierte Jugendliche bei herauskommen.

Eltern haben da eine gewichtige Verantwortung, aber es hilft halt nichts, wenn die Gesellschaft schon massive Erwartungsmaßstäbe setzt, die das Kind völlig überfordern.
Wenn, dann sind also die Gesellschaft im Ganzen und die Erwachsenen, die nie zuvor ein Kind gesehen haben, aber lustige Erziehungsmethoden, Angebote etc. an den Mann bringen wollen, das Problem.

MfG Sorata
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55

Freitag, 23. Dezember 2011, 15:07

Zitat

Ich durfte mit 14 auch schon Alkohol in kleinen Mengen trinken, und ich kann nicht behaupten, dass aus mir eine verrohte alkoholsüchtige Schlampe geworden wäre.


Schön für dich, aber es gibt eben auch Jugendliche, die nicht so gut wegkommen
wie du und wirklich zu "verrohte alkoholsüchtigen Bälgern werden.
Nur, weil dir sowas nicht passiert, heißt es nicht, dass es nicht passiert, weil entweder das persönliche Umfeld nicht so Kriesenfrei ist oder
weil die Eltern selber Alkoholiker sind.

Zitat

Es ist eher die Frage, welche Werte man von seinen Eltern und Freunden vermittelt bekommt und welches GEsamtbild das ergibt.

Das habe ich weiter unten in meinen "Ausführungen" schon angedeutet...
Häppchenweise lesen, zitieren und Coments schreiben bevor man den Text einmal komplett gelesen und verstanden hat scheint
ja im Trend zu sein... -.-* Bist also nicht die einzige.

Zitat

Na super dass du entscheiden kannst, was "richtige Freunde" sind und was Leute sind "die man nicht so richtig kennt". Wen man als Freund betrachtet und wen nur als Bekanntschaft, entscheidet immer noch die Person selbst, und nicht deine Nase, die irgendwo eine Linie zieht. Und wer sagt, dass Leute, die Internetfreunde haben, sich autmatisch nicht mit ihren Kindern beschäftigen? Lass mal die Klischees schon in der Hütte.
Schön, ich habe mich letztens mit einem Kumpel aus einem anderen Forum auf dem Leipziger HBF getroffen, wo er sich zum gewissen Teil anders verhalten hat als im Forum.
Wir haben uns trotzdem klasse verstanden, aber er war halt etwas zurückhaltender, was klar am "Zauber" des Internets liegt. Man kann sein, wer man will und sein Ideen ausleben ohne
dass einen andere nach seinem Aussehen beurteilen, was offt der Fall ist zumindest zum Teil und das selbst bei Menschen die man nicht als oberflächlich betrachten kann.
Außerdem :
Woher willst du jetzt so genau wissen, wer der jenige ist, mit dem du seit Wochen Chattest? (Beispiel)
Der kann dir locker sagen er ist ne Frau von sagen wir mal 25 Jahren, derweil isses nen unrasierter Mittvierziger
der dich, wenn ihr mal einen "RLtreff" habt an einem dunklen Ort einfach mal eben Misshandelt.
Darauf kommst du natürlich nicht, da er dir nur Fotos von einer Frau gesendet hat und ihr euch über "Mädchenkram" unterhalten habt, aber
es ändert nichts an der Tatsache, nur um jetzt mal ein extremes Beispiel zu nennen. Blauäugigkeit kann heutzutage tödlich enden, denn die Welt ist nur voller
ehrlicher Menschen...
Und dass, leute, die Internetbekanntschaften haben nicht Zwangsläufig ihre Kinder vernachlässigen brauchst du mir nicht zu sagen.
JEDER ist heutzutage Online bzw fast jeder, und es gibt auch viele anständige Eltern die sich gut um ihre Kinder kümmern.
Ich wollte nur etwas andeuten, was ich selber auch schon mit ansehen musste.
Du siehst Klischees wo keine sind.

Zitat

deine Nase, die irgendwo eine Linie zieht

Nicht gerade eine glückliche Formulierung aber ich weiß was du meinst xD


Zu der Sache mit den pöbelnden Jugendlichen:
Klar, hätte ich jedes mal wenn ich sowas schon höre nicht übel Lust, dem Pack mal geschmeidig die Schnauze durchs A****loch zu prügeln, aber in der Realität ist es
leider nunmal so, dass die dir in der Masse überlegen sind. Am besten meidest du nachts solche Gegenden einfach oder gehst nur mit Freunden da durch.
Solche Halbaffen vergreifen sich nur an einzelnen schwächeren Personen und verlieren schnell die Lust, wenn sie eine Konfrontation nicht mit Sicherheit für sich
entscheiden können.
Betrunken sind solche Menschen erst richtig gefährlich, da sie unberechenbar sind und zu dingen neigen könnten, vor denen sie im
nüchternen Zustand zurückgeschreckt währen. Der Polizist hat da schon recht, auch wenn ich es sleber nicht gerne sage, aber es geht im Leben
nunmal nicht immer alles Gerecht zu. Was die Wertsachen ageht, kann man Handys orten lassen, wie Leonhart in seiner Nachricht an das Scriptkiddie schon angedeutet hat
und wo das Handy ist, ist meist auch der unehrliche Gauner, wenn du dir nicht zu viel Zeit lässt. Zumindest kannst du so dein Handy wieder bekommen glaube ich mal.
Andernfalls renn einfach wie ein bekloppter und hoffe, dass ihre Kondition nicht besser ist als deine.
Ich stehe zu meiner Meinung, akzeptiere aber auch die Meinung anderer.
Du auch?

Motto: Jede Geschichte hat mindestens zwei Seiten

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56

Freitag, 23. Dezember 2011, 17:12

"Guten Morgen" zusammen,

Ich befürchte, dass (zumindest ich) bald etwas ausschweifend werde. Auf der anderen Seite ist dies vielleicht auch ganz gut so, da eine Problematik eher selten in einem zu engem Korsett behandelt werden kann.

Zum Thema Freundschaft:

Zitat

Na super dass du entscheiden kannst, was "richtige Freunde" sind und was
Leute sind "die man nicht so richtig kennt". Wen man als Freund
betrachtet und wen nur als Bekanntschaft, entscheidet immer noch die
Person selbst
Genau dies erscheint mir leider zunehmend schwieriger für die Menschen, welche in dieser "Partywelt" leben, "jeden Abend" (leicht überspitzt) neue Bekanntschaften schließen & diese vorschnell als Freunde bezeichnen bis sie auf die Nase fallen. Ich hab keine Ahnung, wann jetzt in etwa das "Einstiegsalter" ist, doch bringt mich dies auch zu dem Thema "Grundschule" zurück. Ich habe nichts dagegen, dass die Entwicklung eines Kindes durch andere Ansichten & Erkenntnisse bereichert wird. Sorgen mache ich mehr eher, da einige (zu heutigen Zeiten) schon dort mit dem Rauchen und Trinken beginnen & Gefahr laufen, weniger vertrauenswürdige Personen kennenzulernen & sei es nur der "coole", große Bruder des besten Freundes, welcher so dies und das tut. Von da an sind es eben nicht mehr die Eltern, welche dem Kind ("vorrangig") verschiedene Dinge über das Leben beibringen können, sondern die eigenen Erfahrungen durch Freunde, Schule, Medien etc.

Vor dieser Zeit können Eltern zumindest noch beeinflussen, welche Prioritäten zu setzen sind. Ich weiss nicht, ob eine zusätzliche Problematik bei denjenigen auftritt, welche überstürzt ein Kind bekamen & vorher noch nicht viel über das Thema nachdachten. Meiner "Erfahrung" nach ist es sicherlich hilfreich, wenn man etwas gesellschaftskritisch ist & dadurch eben nicht auf jeden Zug aufspringt sondern für sich selber klärt, was wirklich wichtig ist & zu beachten wäre. Da es kein Patentrezept für eine gute Erziehung gibt, eben weil die Kinder verschieden sind, glaube ich das diese Unabhängigkeit von "fremden", evtl sogar konsumgesteuerten Meinungen (Medien) hilfreich ist & eher die Familie oder der beste Freund/beste Freundin den einen oder anderen Denkanstoß vermitteln können. So findet man zumindest "ansatzweise" zu seinen eigenen Antworten & nicht denen der Allgemeinheit.



Zu dem Thema Jugendkriminalität:

Zitat

Ja, Stolz und Ego bringen dir dann auch reichlich viel, wenn du zum
Krüppel geschlagen wurdest, weil du ja unbedingt die Gruppe pöbelnder
Jugendliche zurückpöbeln musstest...

Es hängt natürlich von der Situation ab, aber wenn nicht gerade jemanden
anderes Leben in Gefahr ist, ist der Vorschlag der Defensive eindeutig
vorzuziehen.

Ego und Stolz sind mehr als vernachlässigbar, wenn es um die Frage geht,
ob du halbwegs unverletzt oder sehr schwer verletzt aus der Geschichte
herausgehen kannst.

Aber - wie gesagt - hängt auch von der Situation ab.
Ich möchte mich jetzt nicht weiter an dem Thema aufhängen, Du meintest ja bereits, dass dies von Situation zu Situation verschieden ist. Ich hatte halt das Pech, in eine der "krasseren" Fälle zu geraten & weiss nun für mich, dass man sich im Endeffekt (sei es beim Laufen oder Kämpfen), doch nur auf die eigenen Fähigkeiten verlassen kann. Was eben das "Pöbeln" betrifft, so neigen diese Menschen wohl auch weniger zu Übergriffen sondern wollen sich nur ein wenig "beweisen".

Die Sache mit dem Orten des Handys bedachte ich gar nicht, so bekäme man unter Umständen zumindest einen kleinen Teil zurück...
  • Verfolgte Projekte:

  • Empfehlenswerte XP-Skripte:

    ccoa, ForeverZer0, Agckuu Coceg, Blizzard - Advanced Weatherscript (Vielzahl neuer Wettereffekte und bessere Regulierung ihrer Intensität)
    Leif - Sound Effekt Script (Events können an Entfernung angepasste Geräusche von sich geben)
    Jumping Coconut
    - Hide and Seek (Events erhalten Reaktionsradius/Sichtlinien)
  • Projekt:

    Weite Welt (Arbeitstitel)
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    Genre: RPG in einer Dark-Fantasy-Welt
    Status: In der Konzeptionsphase

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