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Laberzeugs #4: Charakter-Vorstellung Nr.2

Bewertung:

Von Grake, Montag, 20. Mai 2013, 14:19

So, nun ist es an der Zeit auch mal den zweiten Teil der Supernova-Charaktervorstellung aufzuschalten, diesmal mit meiner bisherigen Lieblingsfigur Ria! Ich wünsche viel Spass beim Lesen und hoffe wie üblich auch auf Feedback.


Teil Nummer zwei: Ria
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WER IST RIA?

Bild

Ria ist die erste Verbündete Layces. Sie begleitet ihn auf seiner Reise und spielt in seinem Team eine unscheinbare, aber absolut unverzichtbare Rolle.

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"Nicht diejenigen, die wutentbrannt losziehen um ein Untier zu töten, das ihr Dorf vernichtet hat, sind Helden... es sind die, die sich entscheiden zurückzubleiben und die Verwundeten zu versorgen..."
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Mit Ria findet Layce im Laufe der Geschichte seine erste Gefährtin, die sich entscheidet, ihn bei seiner Suche zu unterstützen. Sie ist eine Person, wie sie zunächst nicht unscheinbarer sein könnte. Mit ihren 16 Jahren ist sie das jüngste Teammitglied und ihre Persönlichkeit ist sehr zurückhaltend. Sie ist ausserdem eine Gorcu - ein Volk von grimmigen, verwegenen Minenarbeitern, für die Blut und Schweiss das Mass des Lebens sind. Sie sind konstant unzufrieden, äusserst grobschlächtig und haben einen brutal wirkenden Körperbau. Für Gorcu wiegt nichts schwerer als Familienehre und Arbeit und sie hassen nichts mehr als Stola, von ihnen auch "Sternenanbeter" genannt.
All diese Eigenschaften treffen kein bisschen auf Ria zu.
Sie wuchs als die einzige Tochter von sechs Kindern einer reichen Minenbesitzer-Familie auf. Bereits mit zwölf Jahren entwickelte Ria eine ausserordentliche Faszination für Schusswaffen. Beim sehr konservativ eingestellten Volk der Gorcu eine untragbare Eigenschaft für eine Frau - sie sollten kochen, waschen und die Kinder grossziehen, während die Männer in den Stollen schufteten, aber ganz sicher nicht herumballern. Als sich dann herausstellte, das sich Ria nur noch für eine Sache mehr begeisterte, als Revolver und Gewehre - nämlich für Sprengstoff - beschlossen ihre Eltern, sie wegzusperren. Von jenem Tag an durfte Ria das Grundstück nicht mehr verlassen, damit ihr "Wahnsinn" nicht die Familienehre beschmutzte. Ein weiterer Grund dafür, war nämlich auch eine auffällige Persönlichkeitsstörung Rias.
Sie ist alles andere als "normal" - das bezieht sich nicht nur auf ihre Neigungen, sondern auch darauf, das es eigentlich drei Rias gibt:

Zunächst ist da einmal die Ausgeglichene Ria - Sie ist meistens recht gut gelaunt bis fröhlich, besitzt eine friedliebende Ader und eine Vorliebe für weisse Blumen. Sie ist sehr ruhig und zurückhaltend, eher schüchtern, hat aber keine Angst vor Menschenkontakt.

Dann gibt es noch die Verschlossene Ria - Wenn sie alleine ist, unter Stress steht, oder anderweitig psychisch traktiert wird, gleitet sie manchmal langsam, manchmal weniger langsam in diesen Zustand hinüber. Sie redet kaum noch, wenn, dann häufig zusammenhangslose Dinge, oder führt Selbstgespräche. Sie ist kaum noch ansprechbar, reagiert nicht oder nur sehr eigensinnig auf ihre Umwelt. Meist wirkt sie dabei zufrieden, fast meditativ, aber unter Umständen paart sich dieser Zustand mit Paranoia.

Und zuletzt noch die verheerendste, die Sprengstoff-Ria - Selbst wenn Ria nur Sprengstoff sieht, überwältigt sie das Verlangen danach, etwas in die Luft zu jagen. Ihre ganze Persönlichkeit scheint plötzlich Kopf zu stehen, sie wird aufgedreht, laut, hastig und ziemlich... gewalttätig. Obwohl dieser Zustand meist eher unangenehm ist, so lässt er sich manchmal auf etwas lenken... vorzugsweise: Einen Gegner.

Von ihrer Familie und ihrem Volk verstossen, fristete sie also ein recht einsames Leben, von dem sie den Grossteil im grossen Garten des Herrenhauses ihrer Eltern verbrachte. Dort kümmerte sie sich um die vielen Pflanzen, zu denen sie im Laufe der Zeit eine innige Bindung aufbaute.


WAS GESCHIEHT MIT IHR?

Layce begegnet Ria durch ein Missverständis. Als er auf seiner Suche nach Ria Perdunad die Gorcu-Provinz Falram durchquert, wird er darauf hingewiesen, das es in der ganzen Gegend nur eine Person gebe, deren Name Ria sei - und zwar eine Verrückte, die im Garten eines grossen Hauses nahe des Sees lebt. Schnell wird klar, dass es sich dabei nicht um Ria Perdunad handelt. Allerdings scheint Ria rege an Layce interessiert zu sein, immerhin hatte sie ihr ganzes Leben in diesem Garten verbracht und plötzlich tauchte ein seltsamer Kerl in noch seltsamerer Kleidung aus einem fernen Volk auf. Spontan entscheidet sie sich, Layce zu helfen und zieht mit ihm davon. Schliesslich hält sie auch nichts mehr in ihrer Heimat - sie besitzt weder eine Bindung zu ihren Eltern, noch zu ihren Geschwistern. Das einzige, wovon sie sich schmerzlich verabschieden muss, sind ihre Pflanzen. Diese Reise war für Ria nichts geringeres, als etwas, auf das sie ihr ganzes Leben gewartet hatte: Einen Zweck. Sie gewann ein Ziel vor Augen, Freunde, die sie akzeptierten und Freiheit, die sie zuvor nie erleben durfte. Trotz ihrer Persönlichkeitsstörung scheint ihre Psyche resistent gegen die Belastungen der Reise zu sein. Mit der Zeit entwickelt sie die wohl stärkste Bindung zu Layce und gewinnt einen tiefen Einblick in seinen Geist, wodurch es ihr gelingt, als Stützpfeiler für seine instabile Psyche zu funktionieren. Ohne Ria, soviel steht fest, hätte Layce wohl bereits sehr früh aufgegeben.


WAS IST IHRE SCHWÄCHE?

Eine äusserst wichtige Frage, die ich beinahe vergessen hätte - ich werde sie auch noch beim ersten Eintrag nachtragen. Jeder Charakter in Supernova hat eine spezifische Schwäche, irgendetwas, was ihn dazu bewegt, sein Leben zu verändern:
Rias Schwäche ist der Verstoss - sie wurde von allen Menschen in ihrem Leben verstossen: Von ihren Eltern, ihren Geschwistern, ihrem Volk. Sie wurde nie akzeptiert, nie wahrgenommen, sie war immer nur ein Schandfleck, ein verachtetes Etwas, das man in einem Garten vor der Welt versteckte.


WIE SIEHT IHR GAMEPLAY AUS?

Ria setzt selbstverständlich auf zwei Dinge - Schusswaffen und Sprengsätze. Standardmässig mit einem Revolver ausgestattet, verfügt Ria über die schadensintensivsten Waffensets des Spiels. Schrotflinte, Revolvergewehr, Kolbenpistole, Dynamit, Brandbombe, Splittergranate... die Auswahl spricht für sich. Interessant am Gameplay-Konzept von Ria ist, dass sie zwei Funktionen erfüllt, die in den meisten Spielen nicht gepaart werden. Denn neben den bombastischen Angriffwerten ihrer Waffen, sind ihre Spezialfähigkeiten vor allem auf eines ausgelegt: Heilen. Trotz dieser Eigenschaften ist sie nicht leicht zu spielen, denn sie ist zwar stark, aber hat kaum Durchhaltevermögen. Ihre Lebens- und Defensivwerte sind mittelmässig bis schlecht und ihre Heilungsskills können zwar ihren Teammitgliedern das Leben retten - aber nicht ihr selbst. Ihr Elementartyp ist Hitze - Sie richtet viel Schaden gegen Gegner vom Typ Leben an, sollte sich aber vor Wasser in Acht nehmen.


GEDANKEN UND INSPIRATIONEN

Nun, es gibt unglaublich vieles, was ich noch über Ria erzählen könnte - aber ich beschränke mich auf das Nötigste. Zunächst einmal - der Grundgedanke, der Ria entstehen liess, war, dass ich den Spieler ein bisschen verarschen wollte. Nachdem er sich bereits einige Zeit im Herrschaftsgebiet der Gorcu herumtreibt und all diese gestählten, männlichen Kämpfertypen gesehen hat, fand ich es einfach köstlich, ihn mit einem sechzehnjährigen Blumenmädchen als neues Teammitglied davonziehen zu lassen. Trotzdem sollte sie den Spieler nach vielleicht anfänglicher Enttäuschung mehr als überraschen. So kamen die Schusswaffen und der Sprengstoff ins Spiel. Nicht zuletzt wurde Ria so wie sie nun ist, weil ich vor einiger Zeit mal Borderlands 2 mit ein paar Kumpels durchgespielt hatte... eine gewisse Ähnlichkeit zur Tiny Tina ist nicht unbeabsichtigt. Generell ist ihre Persönlichkeit aber recht komplex, selbst abseits der drei Ria-Typen: Es handelt sich bei ihr um einen Menschen, der eigentlich immer zufrieden wirkt, aber im Grunde immer anders sein will, als sie ist. Ihr Drang, anderen zu helfen kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich hat Ria eine grauenvolle Angst davor, unnütz zu sein. Keinen Sinn zu haben. Keine Lebensberechtigung. Nicht verwunderlich, immerhin war sie vier Jahre lang von ihren eigenen Eltern in einem Garten eingesperrt worden, weil sie "ihre Rolle nicht erfüllte". Diese Dinge sollten ihr später noch zum Verhängnis werden.
Gleichzeitig sollte Ria die ganze Geschichte auch einfach etwas angenehmer machen. Ihr ständiger Optimismus, ihre Friedfertigkeit und ihr Glaube an das Gute im Menschen stehen in einem starken Kontrast zu ihrem Umfeld und sollen für den Spieler dasselbe tun, wie für Layce - ein wenig Hoffnung zu schenken.

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Wären wir damit auch schon wieder am Ende angelangt! Ich hoffe, wer auch immer sich diesen Roman von einer Charaktervorstellung durchgelesen hat, hatte wenigstens Spass dabei und freue mich wie immer über Kommentare! Hoffentlich bis zum nächsten Mal, euer Grake^^

Dieser Artikel wurde bereits 1 646 mal gelesen.

Tags: 2000, 2000, 2003, 2003, 2k, 2k, 2k3, 2k3, battleback, battleback, vx, vx, VX Ace, VX Ace, XP, XP

Kategorien: Laberzeugs


Kommentare (4)

  • 4

    Von Grake (Montag, 20. Mai 2013, 21:28)

    Ne Spielvorstellung gibt es tatsächlich nicht, ich mach das so nach und nach^^ Aber zu deiner Frage, es gibt insgesamt fünf Teammitglieder mit Layce, welchen man aber immer dabei hat. Man kann also immer zwei von vier weiteren Partymitgliedern mitnehmen.

  • 3

    Von Chimaere Jade (Montag, 20. Mai 2013, 20:30)

    Das ist wieder mal eine sehr schöne Charaktervorstellung! Die kann man sich wirklich mal als Vorbild nehmen. Ria's Persönlickeit finde ich sehr erfrischend (Blumen <-> Sprengstoff) und auch dein Hintergedanke, den Spieler etwas zu piesacken, hat was. :D

    Wieviele Charaktere wird es eig. maximal in der Gruppe geben? Oder gibt es bereits eine Spielvorstellung, welche ich nur übersah/vergaß? :)

  • 2

    Von Grake (Montag, 20. Mai 2013, 17:51)

    Danke fürs Lob! Zu deinen Fragen:
    Die Gorcu leben tatsächlich in den Bergen, manchmal in Dörfern, aber auch in grossen Städten. Im Falle von Ria handelt es sich um eine Provinz in der Nähe der grossen Hauptstadt.
    Ihre Eltern sind übrigens Minenbesitzer, nicht Arbeiter... da kommt man schon an ein bisschen mehr Geld ;) Und mit fünf Brüdern, die allesamt den Umgang mit Waffen lernen mussten, war es für Ria nicht schwer, mal einen Revolver zu stibitzen.
    Ihr Optimismus ist... schwer zu erklären. Im Laufe der Zeit hat sie sich als Rückzugsort vor der oft grausamen Realität eine eigene "heile Welt" geschaffen, in die sie immer mehr hinübergeglitten ist. Eine Art der Kompensation, sie versucht meist in allem nur Gutes zu sehen, um der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken zu müssen.

  • 1

    Von Gmork (Montag, 20. Mai 2013, 17:11)

    Eine schöne Charaktervorstellung - wie auch die letzte. Deine Texte lassen sich immer super lesen und sind sehr einleuchtend.;)
    Eine oder zwei Fragen hätte ich noch. Zu den Gorcu: Wenn es Minenarbeiter sind, wie kann ich mir deren Wohngebiet vorstellen? Ein Dorf in den Bergen?
    Wie kommt es, dass die Tochter einer Minenarbeiterfamilie sich einen schönen Garten leisten kann oder eine Tochter die eigentlich nur im Garten hilft?
    Du hast geschrieben, dass Ria immer an das Gute im Menschen glaubt. Spricht das nicht eher gegen ihr Umfeld der Kindheit? Sie wurde ja stets ausgestoßen und gnadenlos verbannt.
    Wie ist sie als Tochter einer Minenarbeiterfamilie denn an eine Waffe gekommen?

    LG Gmork

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Laberzeugs #3: Charakter-Vorstellung Nr.1

Von Grake (Dienstag, 30. April 2013, 13:05)