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  • stardust

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Dust tut so, als würde er was vom Spielemachen verstehen: Motivation

Bewertung:

Von stardust, Mittwoch, 20. Juni 2012, 13:25

Ich wollte schon vor längerer Zeit mal wieder ein bisschen was loswerden. Dieses Mal aber einen etwas sinnvolleren Post, in dem ich mich wirklich mit einem Thema auseinandersetzen will, bei dem sich mit Sicherheit jeder angesprochen fühlt. Der Titel hat es schon vorweggegeben: Es geht um Motivation.
Ein eigenes Spiel zu erstellen benötigt sicher einiges davon und man fragt sich immer, woher der „Biss“ dafür kommen soll. Immerhin ziehen sich viele dieser Hobbyprojekte über mehrere Jahre – je nach Umfang und Größe, versteht sich.

Ein wirklich zentraler Punkt: Fragt euch wieso ihr das Spiel machen wollt. Denn die Antwort darauf spielt eine zentrale Rolle, was die Motivation angeht. Ein einsames Beispiel:
Unsere Beispielperson, nennen wir sie Melanie, will ein Gartenarbeits-Simulationsspiel erstellen, da sie Lilien so sehr mag (wer damit nichts anfangen kann ersetze den Simulator mit Random JRPG#4815).

Melanie hat auch schon diverse Ideen und beginnt am Projekt zu arbeiten, was ihr große Freude bereitet und ihr Spaß macht. Und sie ist im Moment zufrieden damit, einfach am Projekt zu arbeiten. Würde ich sie fragen, warum sie an diesem Projekt arbeitet, würde sie mir wohl antworten, dass es ihr ganz einfach Spaß macht.
Nun arbeitet Melanie schon eine Weile an dem Projekt und hält sich auch ab und an auch in diversen Communities auf. Sie beschließt, ihr Projekt dort vorzustellen und eine Demoversion davon zu veröffentlichen und bekommt prompt gute Rückmeldungen und erkennt, dass sich Andere für ihre Arbeit interessieren und sie sogar zu schätzen wissen.
Dabei kommt ein ganz neuer Aspekt hinzu: Die Meinung anderer. Und womöglich ändert sich auch plötzlich die Gewichtung dieses Aspektes. Vielleicht ändert sich für Melanie auch die Antwort auf die Frage, warum sie das Projekt eigentlich macht: Um Anerkennung zu bekommen.
An sich völlig legitim und keiner würde es ihr verdenken, oder? Doch das kann auch sehr gefährlich für die grundlegende Motivation werden. Das Hauptproblem dabei: Der zentrale Antrieb ist von Anderen abhängig.

Fügen wir noch ein kleines Beispiel dafür hinzu: Naomi. Naomi arbeitet ebenfalls an einem Projekt und hat es vor kurzem vorgestellt. Sie hat auch ein paar positive Rückmeldungen bekommen, doch bei weitem nicht so viele wie Melanie und ist niedergeschlagen deswegen. Sie beginnt sich zu fragen, wieso sie noch am Projekt arbeiten soll, wenn sich sowieso niemand mehr dafür interessiert. Sie hat keine Lust mehr daran weiterzuarbeiten, weil sie von selbst keine Motivation oder Freude für das Projekt mehr aufbringen kann.

Diese Beispiele sollen eines veranschaulichen: Man muss für sich selbst alleine herauskristallisieren, warum man Projekt XY zu Ende führen will. Das kann sich im Laufe der Zeit ändern und vielleicht muss man sich auch mal wieder zurückbesinnen. Je nachdem baut man auch eine ganz andere „Bindung“ zu seinem Projekt auf, bis es irgendwann so wertvoll geworden ist, dass man es nicht so einfach wegwerfen will – weil man etwas (genau, DIE ANTWORT! *tadadaaam*) mit der Arbeit daran erreichen will.
Um etwas klarzustellen: Feedback und Motivation durch die Rückmeldungen anderer ist nichts Schlechtes, im Gegenteil. Die Meinungen von „Außen“ können ein wunderbarer, zusätzlicher Antrieb sein und das eigene Projekt auch stark in der Entwicklung beeinflussen. Sei es durch Meinungen austauschen, usw. Das Beispiel mit Naomi sollte nur veranschaulichen, dass es gefährlich ist, das Projekt davon abhängig zu machen. Denn auch wenn man den angesagtesten Liliensimulator als Projekt führt, wird man nicht mit jeder Neuigkeit, die man dazu veröffentlicht Rückmeldungen dazu bekommen.

An dieser Stelle auch noch was Kurzes am Rande für die Gegenseite, also die vielen Folger und interessierten Spieler: Ich höre oft, dass man zu bestimmten Neuigkeiten nicht einfach nur ein „Sieht toll aus, weiter so!“ hinsetzen will und stattdessen lieber nichts schreibt. Sollte man eine gute Rückmeldung zurückhalten, nur weil sie kürzer ausfällt und inhaltslos erscheint? Ich denke nicht. Im Grunde zeigt ihr dem Ersteller damit ja auch, dass ihr noch Interesse an dem Projekt habt und den Fortschritt weiterverfolgt (um nicht zu sagen: Komm mal endlich in die Gänge und mach die Vollversion fertig, $&?*#!!!!).
Das soll jetzt kein Aufruf sein alle eure Lieblingsprojekte mit „Weiter so Warte auf die Demo. Beeil dich mal“-zuzuspammen. Es ging mehr darum die scheinbar weit verbreitete Ansicht zu widerlegen, dass kurze Interessensbekundungen niemandem etwas nützen.

Ugh, der Beitrag ist schon wieder länger geworden, als ich ursprünglich geplant hatte. Und ich bin nur dazu gekommen den Grundstein des Themas anzusprechen. Vielleicht komme ich irgendwann nochmals darauf zurück. Ich hoffe, ich konnte euch etwas zum Nachdenken anregen und dem einen oder anderen vielleicht etwas weiterhelfen.

Dieser Artikel wurde bereits 2 740 mal gelesen.

Tags: DTSAWEWVSV, Ressourcen, Scripts, vx, VX Ace, XP

Kategorien: DTSAWEWVSV (Dust tut so, als würde er was vom Spielemachen verstehen), Entwicklerblog


Kommentare (9)

  • 9

    Von Cryztal (Montag, 16. Juli 2012, 04:51)

    Stardust du bist der Beste :p Und du hast völlig recht. Und selbst wenn man ein Spiel nicht gerne Spielt so darf man dennoch die "Arbeit" des Projekts schätzen und das auch gerne kundtun.

  • 8

    Von stardust (Montag, 2. Juli 2012, 08:53)

    @HakuKiku Jopp, das kommt noch dazu und das wollte ich mit meiner Antwort auch etwas andeuten. Wenn man viel Zeit in etwas investiert will man es nicht unbedingt aufgeben müssen.

    @Lysop Das mit der keine Zeit mehr haben höre ich oft von Anderen und ich habe da eigentlich eine sehr ähnliche Auffassung wie du. Es ist meistens eben ein Motivationsproblem, kein Zeitproblem.

    Und um deine Frage zu beantworten: Nein. Melanie und auch Naomi sind Extreme, die dazu dienen sollten das, was ich meine, möglichst deutlich auszudrücken. In beiden Beispielen kommen durchaus Erfahrungen von mir selber zum Ausdruck, wie z.B. dass es schön und motivierend ist Anerkennung und Aufmerksamkeit zu bekommen und dass ich weiß, dass es frustrierend sein kann, wenn man keine bekommt.

    Danke für deinen interessanten Kommentar =)

  • 7

    Von Lysop (Sonntag, 1. Juli 2012, 14:42)

    Es gibt so viele Spieleersteller/innen, von denen nur so wenige tatsächlich etwas fertigstellen. Traurig aber wahr! Der Grund lautet immer: "Keine Zeit mehr..."
    Natürlich hat man Zeit! Nur viele wollen ihre Zeit nicht sehen, da sie keine Lust haben!
    (Ja, sogar während des Studiums ist das möglich! Nur eben in kleineren Einheiten. xD)

  • 6

    Von Lysop (Sonntag, 1. Juli 2012, 14:42)

    Tut mir Leid, aber es muss sein:
    Bist DU Melanie? xD

    Nein, Spaß bei Seite.
    Ich schöpfe meine Motivation nicht nur aus den Kommentaren, sondern auch aus der Tatsache, dass ich etwas leiste, im Gegensatz zu vielen anderen. Selbst wenn kein Mensch einen Kommentar schreibt, geschweige denn das Spiel anrührt, habe ich noch genügend Motivation weiterzumachen.
    Natürlich braucht man Kommentare, um zu sehen, wie die Spieler reagieren oder man sagt ja auch: "Die Spieler sind die besten Tester und Fehlerfinder!" Man selbst übersieht so einiges!

    Ich motiviere mich damit, dass ich weiß, ICH habe etwas, womit ich IMMER irgendwo Eindruck schinden kann. Dabei geht es mir weniger um Prahlerei, sondern darum, dass man Freude hat am spielen. Dass die Spieler eine nette Beschäftigung in einer öden Freizeit haben. Egal wer.

  • 5

    Von HakuKiku (Mittwoch, 27. Juni 2012, 20:59)

    Meine Motivation?!? :D
    Na wenn man schon 3 Monate Story schreibt sich auch wieder 2 Monate alleine mit Events und Mapping vertreibt merkt man OH Holy Shit das kostest Zeit und an diesem Punkt Trifft man die Hauptsächliche Entscheidung Hab ich Zeit ja, Nein? Und dort werden die Games Mit Blut Schweiß und Tränen von Hobbygames getrennt :D

  • 4

    Von stardust (Donnerstag, 21. Juni 2012, 22:25)

    Das war an sich eigentlich auch nie als Tutorial gedacht, mehr als Denkanstoss für andere und persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Und wenn es als Diskussionsgrundlage herhalten kann, umso besser ;)

    Für Numina hat sich das Grundlegende an der Motivation schon geändert mit der Zeit. Am Anfang war es auch mehr ein Projekt um einfach etwas Spaß am "rummakern" zu haben und um ein paar Dinge auszuprobieren. Mittlerweile steckt schon so viel Arbeit in dem Projekt drin, dass es richtig an mir gewachsen ist. Manchmal geht dabei der Spaß etwas verloren, aber im Grunde ist es mir einfach zu wichtig geworden, als dass ich es einfach unfertig beiseite legen könnte. Ich will, dass die Geschichte, die ich im Kopf hab umgesetzt wird und freue mich darauf, sie dann im Spiel selber zu erleben. An den besonders schwierigen Szenen zu arbeiten, die ich mir dafür ausgedacht habe, um dann den eigentlich ganz grundlegenden Spaß am Erstellen eines Spieles wiederzuentdecken.

  • 3

    Von Gmork (Donnerstag, 21. Juni 2012, 19:35)

    So gesehen habe ich auch nichts dazugelernt, :D
    aber ist es nicht schon interessant zu wissen, wie
    andere über das Thema denken?
    Meine Motivation ist es etwas zu erschaffen, meinen
    Ehrgeiz zu testen und nunja der Spaß am Makern
    sowie das Betrachten der Ergebnisse.
    MfG Gmork

  • 2

    Von Yenzear (Donnerstag, 21. Juni 2012, 19:13)

    Öhm... ich will ja nicht meckern, aber außer der Erkenntnis, dass
    ich bei meinem Feedback ruhig etwas weiter ausholen darf, hab ich nix
    dazu gelernt :D Die Beispiele sind gut.
    Meine Motivation ist es, dass ich etwas "erschaffen" und "weiterentwikeln" will.
    Ursprünglich war es, um eine Geschichte zu "erzählen", aber am ende ist mehr draus geworden
    nur mal so btw ^^

  • 1

    Von Gmork (Mittwoch, 20. Juni 2012, 19:54)

    Okay, Herr Philosoph, :D
    (kann man doch noch zum Philosophieren zählen oder?)
    ich finde den Beitrag erst einmal sehr interessant und
    ich habe die Frage, was denn deine Motivation für
    dein Projekt ist, wenn es nicht zu privat ist.^^
    MfG Gmork

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