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Sonntag, 20. Juli 2008, 19:34

Das ultimative Spieletutorial von KeksX und Kyoshiro

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Gliederung


  • Einleitung
  • Die Story
  • Die Charaktere
    Der Held
    Die Gruppenmitglieder
    Der Bösewicht
  • Die Spielwelt




Einleitung


[center]Den meisten Menschen fällt es sichtlich schwer sich eine gute und vor allem glaubhafte Geschichte zu erstellen. Oftmals tropft das ganze Projekt nur so von Klischees und niemand kauft einem das Ganze so wirklich ab. Dazu gibt es dieses Tutorial in dem KeksX und ich so viele Facetten wie nur möglich behandeln wollen um auch Einsteigern zu helfen ein spannendes Projekt zu erarbeiten.
Und nun wünschen wir viel Spaß![/center]

Die Story (von Kyoshiro)

Spoiler


Am Anfang beginnt Alles mit einer simplen Idee, selbst die größten Spieleerfolge haben einen einfachen Kern. Am Anfang beginnt Alles mit einer simplen Idee, selbst die größten Spieleerfolge haben einen einfachen Kern. Nehmen wir Tales of Symphonia: Es geht hierbei darum, dass eine Auserwählte ausziehen muss um die Welt zu retten. Das Thema ist sichtlich einfach und doch fesselte mich das Spiel etwa 65 Stunden an die Konsole. Sowas könnt ihr auch, dazu gibt es dieses Tutorial.

Überlegt euch also eine kleine Grundidee und weitet diese aus. Zur besseren Verdeutlichung werde ich immer Beispiele geben. Der Held wird verflucht und muss versuchen diesen wieder zu lösen. So einfach das Ganze klingt umso spannender kann man die Geschichte gestalten.
Die Idee muss nun weiter ausgebaut werden, also was bewirkt der Fluch?
Durch den Zauber wurde die Seele des Helden in Mitleidenschaft gezogen und beginnt zu zerfallen. Dadurch kommen Charakterzüge zum Vorschein die er selber gar nicht kannte. Er wird phasenweise aggressiv und geht sogar auf seine Freunde los. Das macht ihn verdammt fertig und macht den Helden sehr viel menschlicher, ich persönlich könnte mit dem Charakter gut mitfühlen, wenn er absolut verzweifelt, dass er so verändert ist.
Wir haben das Grundthema und den Beweggrund des Helden. Jetzt benötigen wir den Gegenspieler, wer hat ihn verflucht und selbstverständlich, warum? Wer sollte so etwas tun.
Wieder der pöse, pöse Dämon, der die Weltherrschaft an sich reißen will? Der undurchsichtige Diener des Königs, der hinter dessen Rücken die Fäden für eine Verschwörung zieht?
Ach kommt, es gibt so viele viel einfachere Ideen. Lass es einfach eine Gruppe Magier sein. Gab es schon? Ja und? Die Gruppe will ihr Wissen geheim halten und es mit niemandem teilen, um nicht von den Menschen immer um Hilfe gebeten zu werden. Darum haben sie den Spieler mit dem Fluch eigentlich völlig außer Kraft setzen wollen, haben aber etwas falsch gemacht und „Hallo!“ sind wir mitten in der Story. Da sich ein Mord natürlich nicht gut macht und bitter bestraft wird, fliehen die Magier aus dem Land. Der Held muss nun die Gruppe finden um eine Möglichkeit zu finden seine Seele zu retten.
Fertig ist eine vernünftige Geschichte, die nicht abgehoben klingt und dennoch spannend ist. Man muss jetzt nur noch das Ganze ausweiten, da sonst das Spiel ja in einer Stunde zu Ende ist. Also warum nicht ein paar spannende Wenden einbauen? Etwa fasst der Held einen der Magier und erfährt, dass es keine Heilungsmöglichkeit gibt. Jetzt sag mir mal einer, dass er bei solch einer Antwort nicht zusammenbrechen würde? Ihr seid todkrank und es gibt kein Medikament, hm? Man könnte nun den Helden lauter Mythen hinterherjagen lassen, die sich alle als falsch herausstellen und dann gibt es doch am Ende eine Möglichkeit wie er gerettet werden kann. Oder seid ihr doch eher für ein düsteres Ende und der Held soll qualvoll sterben? Nun ja, das wäre ein interessantes Ende, aber viele mögen eher ein Happy End, darum solltet ihr euch genau überlegen, was ihr macht.
Ich hätte mir jetzt vorstellen können, dass der letzte Abschnitt der Geschichte im Helden selbst stattfindet, also in seiner zerbrochenen Seelenwelt und er dort gegen seine anderen Charakterzüge kämpfen muss. Zum Schluss nachdem er den Letzten besiegt hat (vielleicht seinen Charakterzug „Hass“) kann er mithilfe seiner Begleiter seine Seele vor dem zerbersten retten.
Ich denke, dass das Beispiel gut war um zu verdeutlichen, was man aus einer simplen Idee machen kann. Wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr auf Klischees benutzt und auch die eine oder andere Wende einbaut um die Spannung zu erhalten.

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Die Charaktere


Der Held (von KeksX)

Spoiler


Es gibt viele Helden:
Den starken, robusten Schwertkämpfer.
Den schlanken, cleveren Magier.
Den schnellen, gemeinen Dieb.
[...] Und so weiter!
Aber werden solche Helden nicht irgendwann langweilig?
Meiner Meinung nach ja!
Darum: Neue Helden braucht das Land!
Hier einige Tipps zur Gestaltung eines Charakters:

1. Das Aussehen:
Hier solltet ihr darauf achten, dass euer Held seiner Art entsprechend gekleidet ist,
der Magier trägt eine Robe, der Schwertkämpfer eine leichte Rüstung, der Soldat ist schwer gepanzert. Aussätzige Helden, die nicht wie ein Stereotyp aufgewachsen sind, sehen auch dementsprechend aus.
Außerdem können auch Farben viel über den Held aussagen:
Ein dunkler Held ist böse, während ein farbenfroher Held wie ein fröhlicher Mensch wirkt. Natürlich bezieht sich das auf die Kleidung.

2. Die Herkunft:
Der normale Typ von nebenan, der rein zufällig davon erfährt, dass die Welt untergeht, und sie dann mal eben so rettet.
Mal ehrlich: Das ist zwar nett ausgedacht, aber auch ausgelutscht und unrealistisch.
Wenn euer Held stark ist, dann soll er dafür auch einen Grund bekommen:
Bodybuilder, Soldat, Außenseiter – denkt euch irgendwas aus. Ihr könnt euch damit viel Zeit lassen, denn viele werden diesen Punkt kritisieren, falls er nicht durchdacht ist.


3. Die Fähigkeiten:
Ein Held der jedes Problem als Spaß betrachtet, jedes Monster mit Leichtigkeit schlachtet und jede Dame mit einem Fingerschnippen herumkriegt ist... Klischee!
Defizite päppeln euren Helden auf. Der Verlierer mit dieser Kraft – ach nein, das ist wieder Klischee.
Ihr seht: Es ist gar nicht so einfach! Überlegt doch einmal, wer auf eurer Schule (Arbeit geht ebenso gut) geht:
Da gibt es den, der total beliebt ist und die Kleineren rumschubst.
Dann gibt es den Außenseiter, vor dem alle irgendwie Angst haben, der aber Respekt erhält.
Dann gibt es den, der vom ersten Typen herum geschubst wird, den Nerd (Freak, Volltrottel, wie auch immer man ihn bei euch nennt.)
Eine Mischung aus allem geht nicht. Pickt euch eure Eigenschaften raus, die ihr für logisch erachtet.
Ihr solltet darauf achten, dass zu jedem „Vorteil“ ein „Nachteil“ auftritt.
Beispielsweise kann man Held sehr gut mit der Magie umgehen, aber mit keiner einzigen Waffe.

4. Das Verhalten:
Zuerst weiß der Held, wie man das weinende Kind ruhig stellen kann. Dann rettet er das ach so arme
Bambi vom Baum und ach - den dunklen Lord tötet er auch mal nebenbei..."Fantasy" bedeutet nicht, dass man machen kann was man will. Ein gewisses bisschen Realismus sollte schon existieren.
Achtet darauf, dass eure Helden auch mal was falsch machen, das macht die Sache spannender und
man kann sich viel besser mit dem Helden identifizieren, wo wir beim fünften Punkt wären:

5. Identifikation mit dem realen Leben:
Hier könnt ihr gut mit den Punkten „Herkunft“ und „Fähigkeiten“ agieren: Raufbold, Streber, Widerständler.
Jeder Held hat seinen eigenen Humor, seine eigenen Vorlieben und seine eigenen Abneigung.
Zeigt sie im Spiel! Wenn ein Held Angst vor Spinnen hat, kämpft er eben viel lieber gegen sie, als sonst was mit ihnen zu tun. Oder wenn der Held Mord & Totschlag lustig findet, wird er beim darüber lachen von anderen schräg angesehen.
Jede Tat des Helden sollte durchdacht sein, ebenso jeder Satz.
Wenn ich mich mit dem Helden identifizieren kann, bleibt die Motivation, das Spiel fortzuführen, aktiv.


6. Liebesbeziehungen, Rivalitäten und Freundschaften:
Beginnen wir mit den Freundschaften:
Jeder Held hat Freunde – nein halt, eben das nicht!
Jeder Held ist verschieden – genau!
Wenn mein Held ein Außenseiter ist, wird er nicht viele Freunde haben. Das Eine schließt das Andere aus. Er wird wohl auch nicht so gut bei anderen Menschen ankommen.
Vielleicht hat er genau einen Freund – aber den dann für sein ganzes Leben.
Helden können aber auch total beliebt sein – allerdings könnte man daraus auch wieder Defizite ziehen.

Nun zu den Liebesbeziehungen....
Wen hättest du den gerne?
Die holde Maid, die schüchterne Magd oder die aufregende, böse Gaunerin?
Liebesbeziehungen innerhalb eines Spieles machen nicht nur pubertierende Jugendliche Aufmerksam, sondern auch das weibliche Publikum ist von solchen Geschichten angetan. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Liebesbeziehungen meinem Helden gerne gönne. Sowas ist auch interessant, um seinen Helden näher zu beschreiben:
Heißer Feger oder Flachzange?


Nun zu einem etwas größeren Punkt, den Rivalitäten.
Der „Anti-Held“ ist sehr interessant zu gestalten.
Vielleicht sind es Brüder, vielleicht Vater und Sohn, vielleicht Katze und Hund.
Der Anti-Held stellt nicht das genaue Gegenteil nach - sollte er zumindest nicht, vermeidet sowas.
Man könnte doch den Anti-Helden als genau gleich gestalten – vielleicht verfolgen beide das gleiche Ziel, aber der Anti-Held auf viel grausamere und brutalere Art.
Man kann aber auch eine Wendung einbauen (sehr interessant, das sah ich bis jetzt erst in einem Spiel), dass der Anti-Held zum Helden wird.
Man selbst war immer der Böse, dabei dachte man die ganze Zeit, man wäre der Gute.
Sowas ist im ersten Moment sehr verwirrend, im Zweiten aufregend und im Dritten genial.

Ihr seht als, dass man sehr viel variieren kann, versucht es doch einfach mal.
Schreibt euch in ein Dokument, wie euer Held sein soll .Man kann sehr, sehr viel gestalten.

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Die Gruppenmitglieder (von Kyoshiro)

Spoiler


Was wäre ein Rollenspiel ohne eine Heldengruppe? Ohne das Magiermädchen, den Priester oder den schwerbewaffneten Söldner?
Ihr habt es gemerkt? Etwa 90% aller Rollenspielgruppen bestehen immer aus den gleichen Klassen und Charakteren. Um diese Probleme zu beseitigen und auch um glaubwürdige Charaktere zu gestalten gibt es diesen Abschnitt des Tutorials.
Um einen passenden Mitstreiter zu erstellen müsst ihr euch die gleichen Gedanken machen wie bereits beim Helden. Ihr denkt, dass ein Gruppenmitglied einfach nur jemand ist, der mitläuft und mitkämpft? Das ist absolut falsch, denn auch dieses Mitglied hat eine Persönlichkeit und vor allem eine eigene Motivation dem Helden zu folgen.
Warum etwa nehmen wir einen Priester in die Gruppe? Damit er uns im Kampf heilen kann? Damit er unsere Attribute erhöhen und Mali entfernen kann? Dann gebe ich meinem Helden ein paar Heilzauber und hinterlege passende Gegenstände in den Geschäften und schon ist der Priester absolut überflüssig. Oder ist dieser Priester in unserer Gruppe, weil er die Machenschaften der Kirche nicht unterstützt und nur Priester in die Tempel gelangen? Jetzt sagt ihr vielleicht, dass man sich doch auch als Priester verkleiden könnte um einzudringen. Ja, selbstverständlich, aber kennt euer Held die Bräuche und Geheimnisse der Kirche? Sind ihm alle geheimen Phrasen bekannt? Schon habt ihr einen guten Grund für den Priester, warum er euch begleitet. Und so müsst ihr jeden eurer Charaktere einbauen.
Auch wichtig ist es, die Mitglieder unterschiedlich zu machen. Alle verstehen sich super in der Gruppe? Sie hüpfen Hand in Hand über die Ebenen auf dem Weg zum nächsten Dungeon? Nein, im richtigen Leben seid ihr ja auch nicht mit allem einverstanden. Warum nicht mal den einen oder anderen Streit? Es ist doch lustig, wenn sich zwei Charaktere auf den Arm nehmen. Dialoge zwischen den Personen, in denen sie ihre Gefühle und Gedanken preisgeben bringen unglaublich viel Tiefgang und lassen den Spieler mitfühlen.
Nun aber zu dem oben genannten Problem mit dem Klassen. Leider gibt es das Problem, dass es schwierig ist sich etwas Passendes auszudenken. Denn wenn man es so will gibt es jede Klasse, jede Kampfart schon irgendwo. Trotzdem muss man sich mal überlegen, was man selber gerne im Spiel für Klassen hätte. Oder lässt man den Spieler selber wählen, wie die Charaktere kämpfen? Sowas ist sehr schön, ist aber mit viel Arbeit verbunden, man kann das Ganze aber dennoch nutzen.
Ich wähle einfach mal den Kampfkünstler als Beispiel. Ja, den gibt es in vielen Spielen und ja da ist nichts Innovatives bei. Doch was ist, wenn man ihm anstatt einer Waffe einen Kampfstil als „Ausrüstung“ gibt? Durch andere Kampfsportler kann er unterschiedliche Stile lernen und diese dann einsetzen. Jeder Stil bringt eine andere Taktik. Und da er auch keinen Helm, kein Schild oder Zubehör trägt, geben wir ihm dort auch Techniken. Ich rüste meinen Kampfsportler einfach mal mit der Lotustechnik aus, die vor allem gegen viele Gegner effektiv ist. Ich kann normal angreifen, aber nur durch den Lotusstil bestimmte Fähigkeiten nutzen. Ebenso kann er verschiedene Abwehrmanöver als Schild ausgerüstet bekommen. Und schon ist der Charakter verschieden von den meisten normalen Charakteren.

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Der Bösewicht (von Kyoshiro)


Spoiler


Kein gutes Spiel ohne einen vernünftigen Bösewicht, der einem das Leben schwer macht. Aber warum tut er das eigentlich? Klar, der pöse, pöse Dämon will die Weltherrschaft, das korrupte Kirchenoberhaupt will die Weltherrschafft und der dunkle Diener des Königs will…die Weltherrschaft. Moment mal…die wollen alle das gleiche? Hm, da müssen wir was ändern, schließlich ist die Weltherrschaft doch nicht das einzige interessante, oder? Ein neuer Schurke muss her und zwar schnell!
Nehmen wir noch einmal das Beispiel aus dem Storybereich. Dort war es die Gruppe Magier, die eigentlich nur ihre Ruhe haben wollte und dafür aber das falsche Mittel genutzt hat. Oder warum kann der Böse nicht einfach ein Feind aus der Kindheit des Helden sein? Unser Held war früher nicht immer so heldenhaft und hat jemanden immer ziemlich vermöbelt und sich über ihn lustig gemacht. Dieser jemand ist nun der Obermotz und will sich bitter rächen, dazu ist ihm jedes Mittel recht um den Helden bluten zu lassen. Wir haben ein Motiv und dazu ein ziemlich plausibles.
Ein Bösewicht muss wie auch der Held einen Beweggrund haben, warum er so böse ist. Hatte er eine schlechte Kindheit? War er immer der, der als letztes beim Ballspielen gewählt wurde? Wurde er von seinem Vater geschlagen oder hat er nicht einmal eine Familie und wuchs auf der Straße auf? Vieles kann dazu führen, dass man ein schlechter Mensch oder ein schlechtes Wesen wird, aber man muss ja nicht immer gleich die Weltherrschaft an sich reißen wollen.
Genauso wie die Heldengruppe gibt es die Reihe an dunklen Gestalten, die alle dem Oberbösewicht folgen. Stellt einfach die gleichen Fragen an euch, wie bei der Gruppe. Warum folgen sie dem Bösen eigentlich? Werden sie dafür bezahlt und tun das nur um ihre Rechnungen bezahlen zu können oder glauben sie an die Ideale des Meisters? Lauschen sie gebannt den flammenden Reden und sind anschließend bereit ihre eigene Mutter hops gehen zu lassen? Natürlich können sie auch ein ganz anderes Ziel verfolgen, etwa ihre Gunst beim Bösewicht nutzen um später einmal ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das liegt ganz bei euch!

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Die Spielwelt (von Kyoshiro)


Spoiler


Unser Spiel hat jetzt alles, eine packende Story, einen glaubwürdigen Helden und passende Recken und einen megafiesen Bösewicht, der auf der gesamten Welt alle Keksdosen an sich reißen will. Hm, aber eine Kleinigkeit fehlt da noch. Warte kurz, ich muss überlegen was fehlt…ach ja, irgendwo muss das Ganze ja stattfinden. Also da nehmen wir die Universitätsstadt, das kleine Dorf im Wald, die Minenstadt, die magische Stadt in den Wolken…SCHNITT!! Das ist alles aufgebraucht und einfach nur noch langweilig. Warum nehmt ihr nicht einfach ganz normale Städte? Schaut euch mal unsere Weltkarte genau an, ihr erkennt verschiedene Regionen und Vegetationszonen. Gestaltet eure Welt einfach genauso so, nehmt einen Stift ein Blatt Papier und zeichnet grob die Umrisse. Dann kommt die Äquatorebene die mit dichtem Dschungel bewaldet ist. Warum? Weil der Äquator am nächsten zur Sonne ist und durch die Sonneneinstrahlung und die von der Planetenrotation erzeugten Winde viel Wasser in die Atmosphäre aufsteigen lassen. Klingt zu komplex? Nun ja, so ist es halt, das ist Geographie. Wenn ihr einen großen Kontinent gestaltet und alles zur Wüste macht nur in der Mitte ein Stück Gras, dann solltet ihr euch fragen, warum ihr den Fleck dort so gestaltet habt. Er ist mit normalem Wissensstand nicht erklärbar. Ebenso ist es mit einer Eiszone inmitten gemäßigter Breiten, was verursacht diese Kälte? Das sind alles Sachen, die berücksichtigt werden müssen. Auch die Tierwelt muss bedacht werden, die wachsenden Pflanzen und so weiter.
Ihr müsst ein glaubhaftes Bild liefern, damit sich der Spieler nicht deplatziert fühlt. Klar denken viele nicht an sowas, aber ihr müsst so etwas berücksichtigen.
Das Allerwichtigste jedoch sind die Bewohner der Welt. In jeder Welt gibt es Klassenunterschiede, gesellschaftliche Probleme und Randgruppen. Euer Königreich ist anders? Bei euch ist alles perfekt und alle sind gutbürgerliche Menschen? Hm, dann frage ich mich, wie entschieden wird, wer König ist. Wurde das irgendwann mal entschieden und der Sohn erbt immer alles? Da ist der erste Widerspruch. Eine Monarchie oder auch eine Aristokratie hat immer etwas mit gesellschaftlichen Unterschieden zu tun. Es gibt wenige die sich aus der Menge abheben und schon ist die Gleichheit davon. Schon eher könnte eine Demokratie mit Freiheit und Gleichheit dem Bild des perfekten Staates entsprechen. Aber auch hier gibt es immer noch Unterschiede im Bildungsstand oder sind alle gleich schlau. Es ist schwer eine gute Gesellschaft zu gestalten und viele scheitern daran eine vernünftige Spielwelt zu gestalten, darum wählen alle den einfachsten Weg und lassen die klassischen Systeme (das gute Königreich, das böse, despotische Königreich, die kleinen, unwichtigen Staaten,…).

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Wir hoffen, dass wir euch mit diesem (etwas lang geratenem) Tutorial helfen konnten und es in Zukunft nicht immer noch hunderttausende Alex‘ oder Ash Ketchums rumlaufen und etwas mehr Bewegung und Individualität in die Projekte kommt. Überlegt einfach mal selber was ihr am liebsten spielen würdet und macht euch ein Konzept wie alles aussehen soll.
Mit diesen Worten möchten wir unser Tutorial beenden und würden uns über Kritik und Anregungen freuen.

KeksX und Kyoshiro-kami[/center]



Vor der Verlinkung auf andere Seiten oder kopieren zuerst bei uns nachfragen, deshalb Copyright by KeksX und Kyoshiro!!


Und ja, der Titel ist anmaßend xD .

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Daylen

Ritter

Motto: First comes smiles, then comes lies. Last is gunfire.

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2

Sonntag, 20. Juli 2008, 20:57

Naja, ultimativ ist es nicht wirklich.
Jeder der Abschnitte enthält weniger als eine A4 Seite Text oO

Dennoch ist es sicherlich nicht schlecht, wenn auch teilweise sehr ungenau und knapp.
Gerade im Bereich Charakterentwicklung gibt es viel mehr als nur das Aussehen und die Vergangenheit zu beachten.

Als kurzer Überblick ohnt es sich dennoch.

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nepomuf

Ankömmling

Motto: Schwerste Gelassenheit

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3

Sonntag, 20. Juli 2008, 21:01

Sehe ich ähnlich. Euer Tut hat aber gerade den Vorteil, das es nicht zu lang ist. Das erhöht die Chance, das es jemand liest, der das braucht, und das ist immer was gutes^^

Zudem ist es sehr amüsant geschrieben. Und woher kenn ich nochmal euren Storyentwurf im ersten Kapitel? Aah - Neverwinter Nights 2 - Mask of the Betrayer. Tolle Story^^
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"We need great golden copulations."


- Jim Morrison

4

Montag, 21. Juli 2008, 10:06

Wir haben extra kein ellenlanges Tutorial gemacht, da diese so gut wie nie gelesen werden.
Ehrlich gesagt soll es eher Denkanstöße geben und nicht einem alles vorkauen. Der Leser soll sich Gedanken machen und das Tutorial ist eher für Anfänger gedacht, die noch keine Vorstellung haben. Für Fortgeschrittenere gibt es da längere Alternativen mit viel mehr Facetten und Möglichkeiten.
Aber ein Einsteiger findet hier die wichtigen Punkte kurz und knapp zusammengefasst, sodass er schnell ein eigenes vernünftiges Projekt auf die Beine stellen kann^^.

Und @nepomuf: Neverwinter Nights? Habe ich nie gespielt, die Idee kam mir spontan. Wusste gar nicht, dass es schon ein Spiel mit einem solchen Thema gibt. Vll schau ich mir das mal an.

Kyoshiro

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Donnerstag, 24. Juli 2008, 20:42

In der Kürze liegt die Würze


die einzige Anmerkung beim Anti-Helden könnte man noch hinzufügen das er auch leicht in der Gruppe sein kann

kleines Beispiel:

Heldengruppe macht sich auf pösen pösen Magier auszuschalten der einen Stab gefunden hat, mitdem er Magie aufsaugen kann. Als erstes geht er zum Schloss des Königs und entführt die Prinzessin . Er entführt die Prinzessin weil sie die Hohepriesterin der Götter in dieser Welt ist und er einzige kontakt zu Ihnen. Er will sie also nutzen um an die Macht der Götter ist. Also zieht die Heldenpartie los um zur Strecke zu bringen. Dann kommt es zum "finalen" Kampf zwischen den Helden und dem pösen pösen Magier, falls ein Magier in der Gruppe ist, wird er wohl nicht teilnehmen, weil seine Magie ja einfach aufgesaugt werden würde. Als er besiegt ist will die Gruppe den Stab zerstören, als plötzlich einer der Gruppe den Stab an sich nimmt und verschwindet.

Was an diesem Szenario schön ist das sich der Spieler fragt:"Was hat mein ehemalige Kamerad vor? Will er die Welt ins Chaos stürzen? Will er seinen Bruder retten der an einen Fluch leidet, heilen?"

Oder vielleicht gehört er auch einen Orden an der sich gegen das Magiemanopol des Adels aufgebehrt.

Auf jeden Fall mit einem Anti-Helden im Team kann man sehr viel machen und für den Spieler sehr spannend

Nur ein kleiner Zusatz sonst ganz tolles TUT
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