Satoshi

Krieger

  • »Satoshi« ist der Autor dieses Themas

Motto: Geht den Leuten nicht auf den Sack und ihr habt mehr geleistet, als so manch einer von euch verlangen könnte.

  • Nachricht senden

1

Samstag, 30. März 2013, 23:51

Einige ernste Worte an die Community sowie die Seite selbst.

Hallo Community,

Ich bezweifle, dass sich noch irgend jemand an meine Person erinnern kann, da ich seit langer Zeit inaktiv war. Aber nach einem entspannten Abend an dem ich den uralten PC meines Vaters entmüllte, bin ich auf einige RPG-Maker XP Dateien gestoßen, welche in nur wenigen Sekunden die Zeit hier im Forum komplett aufwirbelte. Denn ich streunerte bereits im Jahr 2007 in dieser Community herum, wo noch ganz andere Menschen hier ihr Unwesen trieben. Unter anderem Helden wie die Ex-Moderatorin "Hybbie" und meinen damaliger Mapping-Meister sowie Vorbild "Ragnai". Ich habe so viele Menschen hier kennen gelernt, zu denen ich heute leider keinen Kontakt mehr habe. Auch wenn diese es wohl nie diesen Beitrag lesen werden, verfasse ich diesen trotzdem, um meine Anerkennung an all diese Leute sowie an die Seite selbst zu zeigen. Dies möchte ich in Form einer kleinen Spende sowie einigen Worten tun.

In Anbetracht meiner über 500 geschriebenen Beiträge, bin ich mir über eine Sache bewußt geworden. Ich kam als ein absoluter Amateur hier her, konnte weder richtig Lesen noch Schreiben. Obwohl ich oft spammte, war das Team sowie die Community noch höflich zu mir. Leute wie Ragnai nahmen sich sogar die Zeit und gaben mir einige Einheiten bezüglich der Kunst des Mappings. Da es zu dieser zeit keine explizite Tutorial-Sektion gab. Ich habe hier einige Zeit verbracht und startete sogar Projekte, welche leider nie das Licht der Welt erblicken konnten. Nichts desto trotz wuchs ich daran. Sie alle trugen dazu bei, dass ich meinen Horizont erweiterte und über mich selbst wuchs. Aus mir wurde zwar keine RPG-Maker-Legende an die man sich erinnern wird. Jedoch gab mir diese Seite sowie die Community etwas viel wichtigeres als Ruhm und einen Namen; einige Freunde, eine unbezahlbare Erinnerung und einen brachialen Antrieb. Mit 14 Jahren ist oftmals das Schicksal eines Schülers bereits bekannt. Man weiß mit welchem Fluß man in welche Quelle fließen wird. Da ich aus einem ausländischen Haushalt kam, welcher nicht Herr über die deutsche Sprache war, kämpfte ich schon immer mit rhetorischen sowie grammatischen Defizienten. Zudem fehlte mir der Antrieb meine schulische Situation zu verbessern, wodurch ich gerade Wegs in die Hauptschule kam. Leute, die ich hier antraf, motivierten mich jedoch, den Kampf für mehr aufzunehmen und diesen so lange zu führen, bis ich mein Ziel von einer besseren Zukunft erreicht habe. Ich durfte trotz meiner stark limitierten Fähigkeiten als Moderator arbeiten, dafür danke ich Matze und Esper. Nach all den Jahren, kann ich stolz von mir behaupten, dass ich Zweit-Semestler an einer guten Fachhochschule bin. Auch wenn das RPG-Studio keine Seelensorge oder ähnliches ist, trug sie dazu bei, dass ich mich in sämtlichen Bereichen kontinuierlich verbesserte.

Ich habe leider nicht die Zeit sowie die Erinnerung alle Personen namentlich zu erwähnen. Die, an denen dieser Beitrag gerichtet ist, werden es jedoch wissen. Ich danke euch von ganzem Herzen für die Geduld, die Zeit und die Gutmütigkeit, die ihr einem 14 jährigen Amateur entgegen brachtet. Seid euch sicher, dass ich euch so wie dieses Forum nie vergessen werde. Hoffentlich werden auch in Zukunft weitere Jungspunde den Weg hier finden und genau so wie ich davon profitieren.
Das ist alles, was ich noch mit

Mit den besten Grüße,
Satoshi a.k.a "!BigZocker!", "Omashu" :hi:

PS: Meine Rechtschreibung läßt selbst nach all den Jahren zu Wünschen übrig, daher bitte ich nach wie vor um etwas Nachsicht. :D

2

Sonntag, 31. März 2013, 00:07

Du findest sicher auch irgendwo nicht-virtuelle Inspirationen in deiner Vergangenheit.

PS: Hybrid war ein Kerl. Und jetzt finden wir raus, wie das zusammenhängt und was ich damit eigentlich sagen wollen würde, wenn ich nicht zu faul für mehr als drei Sätze wäre.

Ach ich komm doch noch drumrum, irgendwas gehaltvolles zu sagen... das wichtigste, das du verstehen solltest ist, dass sich praktisch alle Menschen online verstellen. Das tun sie überall, aber in Online-Foren irgendwie noch häufiger und stärker. Und ich kann nicht genau sagen woran das liegt, aber diese ganze RPG Maker-Geschichte zieht nochmal einen sehr speziellen Menschenschlag an. Die Quote von Leuten die mit psychischen Problemen klarzukommen versuchen hab ich so noch nirgendwo erlebt, und ich bin im Internet schon viel rumgekommen. Und dann gibts noch die ganzen Sondergruppen, z.B. gibts hier erschreckend viele Furries dafür dass es kein Furry-Forum ist (oder Kain hat versucht, diesen Teil seiner Agenda geheimzuhalten?). Jedenfalls versucht jeder, sich eine Identität zu kreieren die seinen Idealen, die er im "echten" Leben vielleicht nicht erreichen kann, nahekommt. Vielleicht ist jemand ein absoluter Schwächling, ein Bilderbuch-Nerd, groß & dürr, Brille, aber im Internet gibt er den Supersoldaten der im Alleingang Baghdad befreit ( :WinkeWinke: an alle die ihn wiedererkennen). Und Hybrid war eben ein Kerl, auch wenn ers im Forum nicht war.
Und wenn man Leuten erlaubt, eine Rolle zu spielen, ohne dass sie irgendwelchen Einschränkungen unterliegen, dann wirds da einige geben, die vielleicht ganz clever sind, und die sich dann mit Worten - weil es kein anderes Medium gibt - in irgendeiner bequemen Position etablieren. Solche Schwätzer. Das letzte Mal als ich Namen genannt hab, wurde ich verwarnt. Aber da gibt es solche Leute, die noch nie ein Projekt fertiggestellt haben, und die trotzdem bekannt und angesehen sind. Das schaffen sie, indem sie das bisschen, was sie mal hinkriegen, gut verkaufen. Und ich habe das Gefühl, dass man solchen Leuten Kompetenz zuschreibt, die sie nicht besitzen. Oder andere Attribute. Nicht zu vergessen auch die ewigen Kleinkriege zwischen Usern und Communities. Das war zeitweise auch das einzige, was mir noch Spaß gemacht hat - rpg-xp.net trollen. Da haben normale User und Admins mit allen Tricks gearbeitet um sich gegenseitig die Foren zu zerballern. Virtuelle Macht und so. Glaub nicht, dass da einer von deinen Idolen nicht mitgemacht hätte.
Und im echten Leben sind sie wie gesagt anders. Und jeder der im Internet auf heile Welt machen muss weil er sonst eins mit dem Bannhammer kriegt, lässt dann wiederum außerhalb die Sau raus, und dann wird eben gelästert wenn man sich mal trifft... da wirft jeder jedem immer das gleiche vor. "X ist ein Schwätzer und hat nix drauf", und genau von solchen Leuten kommt dann immer noch das überflüssigste Dummgeschwalle.

Okay, worauf will ich hinaus. Von allen Foren-Usern, die ich real kennengelernt habe, kann ich auf jeden außer einen perfekt verzichten - und selbst der ist gestört, wir sind nur zufällig kompatibel gestört. Von einigen wärs mir wirklich lieber, ich hätte sie niemals getroffen. Und ich finde nicht, dass sie alleine wegen des Effekts, den sie deiner Meinung nach auf dich hatten, zu Idolen taugen. Das Internet ist eine sehr vergängliche Sache, gerade in unseren Zeiten muss man sich dessen immer mal wieder bewusst werden. Wir stehen in Sachen Zensur China und co. in nichts nach, und spätestens wenn man mal auf seine geliebten Inhalte nicht mehr zugreifen kann, sieht man sich vor der Herausforderung, mit echten Leuten interagieren zu müssen, die ihren Charakter nicht hinter einem Nicknamen verstecken können. Ich bin mir sicher, dass viele von denen dazu getaugt hätten, dir eine angemessene Motivation für dein Leben zu geben. Und weil die Sache so wirklich einen Wert gehabt hätte, der über Buchstaben auf nem Bildschirm hinausgegangen wäre, finde ich, du solltest mal reflektieren, ob du das richtige auch aus den richtigen Gründen tust.

Herr Gott, jetzt lösch doch mal endlich jemand meinen Account....
Bild

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »GreyHat« (31. März 2013, 00:59)


Satoshi

Krieger

  • »Satoshi« ist der Autor dieses Themas

Motto: Geht den Leuten nicht auf den Sack und ihr habt mehr geleistet, als so manch einer von euch verlangen könnte.

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 31. März 2013, 01:36

Edit: Wow, das ist ein verdammt heftiges Statement. Meinen Respekt dafür.
Jedoch muss ich dir an einigen Stellen recht geben. Wie zum Beispiel der Fakt, dass ich nicht die wahre sondern die virtuelle Person eines Users "idealisiert" habe. Ich habe tatsächlich das Thema "Real Life" nur mit Vorsicht angesprochen und selbst wenn, waren die Resultate "zu schön um wahr zu sein", ergo; es wurde mir also das Gelbe vom Ei erzählt.
Schockierend, dass ich noch nie wirklich über diese Aspekte nachgedacht habe und wenn ich darüber nachdenke, waren gewisse Team-Mitglieder, die mir bei Projekten zur Hand gingen im echten Leben ziemliche Würstchen.

Ich muss selber zugeben, dass ich mit 14 ein ziemlicher Pseudo-Rambo war und erst mit dem Alter zur Besinnung kam. Ich hatte zwar keine bedeutsamen Probleme, jedoch fühlte ich mich oft im Real-Life "unwillkommen" und suchte mir wohl eine Alternative. Und was eignet sich besser als das Schiff der "Unwillkomenen".
Deine Worte werfen einiges über den Haufen, unter anderem das idealisierte Bild von so manch einem.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Satoshi« (31. März 2013, 01:36)


Dämon Franz

Oberschurke im Ruhestand

Motto: "Satzzeichen sind keine Rudeltiere." - Chesra

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 31. März 2013, 01:41

Nimm den Post nicht allzu ernst. Irgendwo steckt Wahrheit drin, wie zum Bleistift dass einige im RL minimal anders sind (wohl nicht die hälfte, der ich begegnet bin). Aber der gute Grauhut lässt wohl eher seinen Frust der alten Tage in Form einer Generalisierung ab.
Viel wichtiger:
Freut mich, dass es für Dich 'ne gute Zeit war und hoffentlich noch sein wird!
  • :medal: Werbung

    Bild

    Cpp Quellcode

    1
    
    #define TRUE FALSE //Happy debugging suckers
    (Einfach nur wundervoll.)
  • :palette: 1plus3 :cake:

    Bild
  • :fires: Nuuuhminaaah

    Bild
  • :medal: compétences

    mes compétences
    :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart_full: max.
    :ruler-triangle: Maps machen :heart_full: :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty:
    :media-player: Musik machen :heart_full: :heart-half: :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty:
    :cup: Scripts machen :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart-break:
    :paper: Story ausdenken :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart-empty: :heart-empty:
    :cut: Pixeln und so :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty: :heart-empty:
    :game: Events proggen :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart_full: :heart_full:
    (Dieser Tab ist rein satirisch.)
  • :folder-open: mes projets

    • :addressbook: Silentium
      :book: Name: Silentium
      :rmxp: Maker: Eigenbau (C++, x86-SSE/AVX-Assembly, Ruby/Lua)

      :paper: Story
      :game: NPCs
      :cup: Scripts
      :drill: Ressis
      :ruler-triangle: Maps
      :compile: Gesamt
      (3+4)% 42 69% 0815 -17.438 103.38% ± 6.3mm²

      (Die Tabelle erfüllt lediglich satirische Zwecke.)
    • :compile: Onyx
      Eine in C++ implementierte, modulare, plattformunabhängige, virtuelle Maschine. Die Test-Version ist bereits halb fertig. Ab dann gibt es vielleicht mehr Infos. Sie soll die auf dem ersten Blick LISP-artige und eigens dafür konstruierte Sprache Obsidian ausführen können. Experimentell wird auch ein Lua-Compiler für Onyx gebaut. Ziel ist eine leistungsfähige, virtuelle Maschine für beliebige Scriptsprachen. Theoretisch gesehen müsste man bloß noch einen kompatiblen Compiler schreiben, der Quellcode jener Sprache in Onyx-Assembly, oder direkt in Onyx-Bytecode übersetzt. Ob die jemand nutzen wird, ist eine andere Frage und nur ein sekundäres... nein, eher tertiäres Ziel dieser VM. Primär dient es mir lediglich dazu, mein Verständnis von Hardware, ISA, und Assembly zu vertiefen, sowie eigene Grenzen auszutesten.

      :exclamation: Warnung!
      Das Entwickeln einer virtuellen Maschine oder Programmiersprache (im wahnsinnigsten Fall beides) ist eine höchst komplizierte Tätigkeit, aus der viel Frust und Hirnmatsche hervor gehen. Sollte sich dennoch ein ähnlich wahnsinniger finden, der sowas zusammen schustern will, so lege ich ihm/ihr die folgenden Bücher ans Herz:
      • Compiler - Das Drachenbuch [978-3-8273-7097-6]
        Dieses Buch schlachtet ausführlich und leicht verständlich die Grundlagen bis hoch zu den Experten-Techniken des Compilerbaus aus. Es fängt mit der Automaten-Theorie und formalen Sprachen an, arbeitet sich durch Analysetechniken vor, und landet schließlich bei Techniken wie Optimierung und Register-Zuweisung. Das Buch wiegt 3Kg oder 4Kg. Hab's mal gewogen. Ist also nicht gerade die Lektüre für unterwegs.

      • Computerarchitektur [3-8273-7016-7]
        Hier werden leicht verständlich die wichtigsten Entwicklungen der Rechnerarchitekturen erklärt (Gut, das Buch ist in die Jahre gekommen, aber der Weg zu heute ist ein winziger Schritt, den man sich nach diesem Buch selbst erdenken kann). Hauptbestandteil des Buchs ist eine relativ umfassende Betrachtung der Funktionsweise dreier gänzlich unterschiedlicher, aber dominierender Prozessor-Typen am Beispiel des Pentium II, UltraSPARC II, sowie picoJava. Die meisten Elemente dieses Buchs sind zwar für die Konstruktion einer virtuellen Maschine irrelevant, oder aufgrund der Tatsache, dass die VM Software ist und z.B. Byte-Grenzen hat, sogar zu Leistungseinbußen führen kann, doch ist ein hinreichendes Verständnis dieser Maschinen, mit denen wir arbeiten, äußerst hilfreich für die Überlegungen, wie die VM arbeiten soll.

      Es kann sehr hilfreich und inspirierend sein, den Code quelloffener, virtueller Maschinen anderer Sprachen zu überfliegen. Meine Lieblings-Quelle war und ist stets die VM von Lua. Sie ist schlank, verständlich, in C implementiert, und basiert im Gegensatz zu vielen anderen Scriptsprachen-VMs auf einer Register-Maschine statt einer Stapelmaschine. Es wäre natürlich vorteilhaft, die entsprechende Sprache zu verstehen, in der man auch die eigene VM implementieren will. Weiterhin ist es äußerst vorteilhaft, eine leistungsstarke und bequeme Sprache wie C++ zu beherrschen, um die VM zu implementieren. Und bevor irgendwer auf die Idee kommt: Assembly ist NICHT als dominierende Sprache für den Bau einer VM geeignet. Wer die Frage des "Warum?" nicht beantworten kann, sollte zunächst die gewählte Sprache und Assembly hinreichend verstehen lernen, und es dann erneut mit der Frage versuchen. Es lohnt sich dennoch, Assembly zu lernen. Allein schon, um erneut das Verständnis zu vertiefen, zumal ihr mehr oder weniger gezwungen seid, auch für eure VM eine Assembler-Sprache zu entwickeln (Außer natürlich ihr schreibt eure Test-Programme Bit für Bit ;3).
  • :locale: enfin

    Je ne peux pas parler français.
    C'est tout ce que Goodle et les restes de cours de français.
Signaturstand: 24.07.2013

Social Bookmarks